Mein Jakobsweg 2016 / Via Podiensis und Camino del Norte

Anmerkung: Es sind doch ziemlich viele Fotos. Sehr viele. Nicht für jeden interessant, für einige schon. Und die Aufgabe für mich besteht darin, welche soll ich veröffentlichen, welche nicht? Viele habe ich weggelassen. Trotzdem sind es noch eine Menge. Seht es mir nach. ich finde die meisten gut. Und deshalb werde ich die meisten als Block veröffentlichen damit ihr euch nicht langweilt. Ihr könnt ja dann runter scrollen.

Mein Jakobsweg 2016 – Via Podiensis und Camino del Norte

Vorbereitung

2015 hatte ich viel zuviel Gepäck. Dieses Jahr soll es anders werden. Ich lasse zum Beispiel 2 ! Taschenmesser, 1 T-Shirt, 1 Regenjacke, 1 Schloss zum Sichern des Rucksacks, diverse Landkarten, faltbare Trinkflasche, 1 Taschenlampe, 200 Stück Palexia (Morphin), diverse Kosmetika und noch mehr Kleinkram zuhause. Das spart mehrere Kilogramm Gewicht.
Ich glaube ich habe trotzdem zu viel Gepäck… also alles nochmals durchgehen… Überflüssiges auspacken, oder aber mir einen Sherpa aus dem Himalaya holen.
So… nun habe ich auch das Gewicht was ich herumschleppen darf. 13kg der Rucksack mit Inhalt, 4kg meine Kleidung und Schuhe (ich laufe ja nicht nackig), mein Lebendgewicht: 116 kg Lebensfreude, Proviant und Wasser 3kg… macht summa summarum: 136kg. Davon allerdings 20kg gleich 2 volle 10 Liter Eimer Wasser Übergewicht, welches ich ja hoffentlich verliere.

29. Juni 2016

So, … Morgen früh geht’s los. 8:00 Uhr Straßenbahn, dann Regionalbahn, 10:00 Uhr Flughafen Schönefeld, 12:10 Abflug nach Lyon. 13:30 Ankunft . Mit der Regionalbahn nach Lyon Hauptbahnhof, 18:06 TGV nach Le Puy-en-Velay. 19:10 Uhr Ankunft. Dann Herberge. Das ist der Tag morgen.

Tag 1, 30. Juni 2016

Anreise

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Nun geht es los …

Heute um 5 Uhr aufgestanden. Kaffee, Zigarette, dann nochmal überlegt, fehlt etwas? Ist etwas zuviel?… Nein, alles gut. Um 8 zur Straßenbahn… dann Regionalbahn und nach 2,5 Stunden Wartezeit endlich in den Flieger und los ging es. Ich dachte 1 Stunde und ein paar Minuten … Nix da, der Flug ging über 2 Stunden. Naja gingen auch vorbei.

In Lyon: mit der Straßenbahn vom Airport zum Bahnhof… Macht 15,60€, es ist aber schnell und bequem. Ich habe noch eine Stunde bis Zugabfahrt. Panik… Wo ist dieser Zug? Aha, Bekanntgabe 10 min vor Abfahrt… Genau das richtige für einen gestressten wie mich. Der Vorortzug- Bummelzug ( statt TGV ) mit dem ich fahre hält in jedem Kaff… Und das mit defekter Klimaanlage, herrlich bei über 30 Grad Außentemperatur . Ich bin aber lebend angekommen in Le Puy. Nur noch schnell 1,2 km durch den Ort laufen und ab in die Herberge.

Es ist wirklich schön hier, nun einen halben Liter Paulaner, ein kleines lokales Bier hinterher. Und nun… Hunger ( ich habe ja leider immer Hunger ), der Hotelier empfiehlt ein kleines Familien Restaurant „La Trifolle“ in Le Puy, so richtig lecker und unter 40€.
Ist aber nix wenn man noch im Wachstum ist, so wie ich. Also es war lecker, sehr lecker sogar… vielleicht etwas wenig… Bräuchte nur noch ein Burgerladen, Pizzeria oder sowas… Damit ich nicht verhungere… nichts gefunden… ist vielleicht auch besser so… Auf den Fotos sieht es richtig viel aus… Sind aber wohl „Schnittchen“,“Canpees“ oder sowas. Aber extrem lecker. Ist auch besser für / gegen mein Gewicht.

Fazit: nur 12 Stunden weg von Berlin ist es auch schön 😊.

Dept. 43. Auvergne

Tag 2, 1.Juli 2016

Le Puy-en-Velay nach Montbonnet, 17,22 km, ⬆️ 547m, ⬇️ 118m
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Die Nacht in der Gîte war etwas zu warm. 2 Pilger im 5 Bett Zimmer. Das wiederum war angenehm. Um 6 Uhr aufgestanden, und ich finde mal wieder nichts (im Rucksack). Die gleiche Prozedur wie letztes Jahr 😊. Um 8 Uhr laufe ich heute bei angenehmen 13 Grad los. 11 Uhr, gerade mal 8,5 km geschafft und jetzt 2. Frühstück 😊 Salat , Wasser und wegen der Mineralien ein kleines Bier (wirklich). Die heutige Etappe werde ich nicht schaffen. Zu anstrengend und ungewohnt mit jetzt 17 kg auf dem Rücken. Ich bin ja nicht im Wettkampf, also ruhig angehen.
Der Weg ist wunderschön es ist nur zu warm ,… ich bin noch nicht mal in Spanien und jammere jetzt schon wegen der Temperatur 😊… Liegt wohl an meiner Isolationsschicht ..

Montbonnet hieß der Ort wo ich gestrandet war. Ein sehr schönes Gites / Herberge leider ohne Wifi und schlechte Telefonverbindung (wie in Brandenburg 😊) deswegen gestern mal nur Text.
Füße taten weh! Nach 17 km laufen! Bin etwas aus der Übung. Ging gefühlt auch nur aufwärts.
Habe sehr nette Mitpilger kennengelernt und mit einem von ihnen meinen Rucksack ausgemistet. 17 kg ging garnicht. Ich schicke also morgen 3 kg Minimum wieder nachhause. Mir muss man immer erst sagen das dieses oder jenes völlig überflüssig ist. Bin halt Jäger und Sammler… Man könnte ja auch den überflüssigen Kram irgendwann gebrauchen…

Tag 3, 02.Juli 2016

Montbonnet nach Monistrol DÁllier, 16,33 km, ⬆️ 360m, ⬇️ 867m
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Gestern bin ich ja nicht weit gekommen mangels Kraft, und deswegen:IMG_9862 Und für heute kann ich auch nicht sagen ob ich mein Etappenziel erreiche. Bis jetzt habe ich 16 km geschafft, meistens abwärts was ja gerade für Knie strapaziös ist. Ich habe noch ca. 13 km vor mir, mit 500 Höhenmeter aufwärts. Schwere Entscheidung, einerseits bin ich nicht genug gelaufen, andererseits ist es nun 15 Uhr und ich hätte noch mindestens 4 Stunden zu laufen ohne Möglichkeit der Einkehr geschweige denn ein Bett für die Nacht . Erst mal mein Bier trinken… dann noch eins und dann schauen wir mal . 😊

Wie ich es mir vorgenommen hatte, zur Post… hat die zu 😡, na ja, vielleicht war ich auch zu spät. Zum Thema Öffnungszeiten, natürlich finde ich das nicht schön wenn mittags die Post, Banken, Geschäfte usw. zuhaben. Bin ja von Deutschland gewohnt, das wenn ich möchte, ich ja unbedingt um 22:30 Uhr meinen Einkauf im Supermarkt erledigen muss. Oder anders, muss immer und überall alles offen und verfügbar sein? Ich denke nicht. Hier in Frankreich stirbt niemand, verhungert oder verdurstet keiner nur weil die Geschäfte Mittagsruhe haben, morgens erst um 9:00 Uhr öffnen und abends um 20:00 Uhr alle zu sind. Im Gegenteil, ich finde hier ist alles lockerer und entspannter, so bin ich auch groß geworden und habe überlebt. Ich muss einfach wieder Lernen, das es auch Ruhezeiten gibt, es gefällt mir sogar. Das ist die Lebensart und Leichtigkeit des Südens. Ich habe eine richtig schöne Herberge gefunden, einfach aber sauber und kostet unter 40 Euro inklusive. Abendessen und Frühstück zzgl. Getränke…Fazit: Schnäppchen.

Warum schreibe ich hier so oft was es kostet? Ich möchte auch über die Kosten und Preise informieren. Zusammengefasst: Frankreich ist teuer… sehr teuer. Pilgern geht hier nicht wenn man sparen möchte. Ist schade, aber es ist so. Meist kostet die Pilgerherberge, Gites usw. nach meiner Erfahrung bisher so um die 40 – 50 Euro pro Nacht. Es ist aber auch immer ein Gänge Menü dabei (meistens zuzüglich Getränke) und morgens Frühstück. Manchmal frage ich mich, … ja bin ich nun Pilgern oder auf Schlemmer Tour?
So ist aber Frankreich, Essen ist hier das A und O.
Und die billigen Lebensmittel wie in Deutschland, … gibt es auch nur in Deutschland.

Tag 4, 3.Juli 2016

Monistrol DÁllier nach Saugues , 13,77 km, ⬆️ 745m, ⬇️ 380m
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Heute früh geht es bei 3 Grad und Sonne von Monistrol-d‘ Allier über Saugues Richtung Villeret d’Apchier ca 24 km. Dabei sind reichlich Höhenmeter zu überwinden. Mal sehen wie weit ich komme.

Auf diesen Berg musste ich erst mal als warmup hinauf.

Oben angekommen ( mit Schnappatmung ), … es war wirklich anstrengend aber extrem schön …, ist dort oben eine Kirche in den Fels gehauen. Die Kirche ist eine Baustelle, die Arbeiten werden privat finanziert. Dort war ein Uralter Mann namens Robert der den Pass stempelt, mit dem kam ich ins Gespräch (in deutsch und englisch). Er sprach mit mir dann über die Arbeiten, es war sehr kurzweilig und ich konnte mich erholen. Was mir nicht gefallen hatte war die Madonna (oder Maria?) in ultra Modern (a la Picasso), ist eben Kunst. Es lohnt sich dort zu verweilen.

Es ist nun 11 Uhr und ich bin fix und fertig. In 2,5 Stunden nur 5 km, die aber hatten es in sich. 500 Höhenmeter. Kurze Pause und dann eine Bar suchen.
Habe keine Bar gefunden. Bin nun in Saugues in einer Pizzeria und mache erst mal Frühstück… Um 14 Uhr. Ich habe nun knapp 14 km Hinter mir, und 745 Höhenmeter. Mehr geht nicht. Außerdem ist das hier ein schönes Städtchen was ich mir ansehen möchte.

Tag 5, 4.Juli 2016

Saugues nach Saint-Alban-sur-Limagnole , 33,35 km, ⬆️ 725m, ⬇️ 688m
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10 Grad und wolkig.
Meine heutige Etappe wäre theoretisch von Saugues nach Saint-Alban-sur-Limagnole… Theoretisch… Die Etappe ist 33 km lang und es geht ca. 850 m aufwärts. Das heißt ich werde sie warscheinlich splitten.

Ich bin bin gut vorangekommen, trotz der 17 kg auf dem Rücken  … Die Post hatte noch zu und ich wollte nicht bis zum Vormittag warten.

Es ist nun 10:00 Uhr ich bin 7 km gelaufen und ich bin fit wie ein Turnschuh… Mag daran liegen, das die Steigerung noch moderat ist. Ich hoffe endlich ein Bistro oder ähnliches zu finden. Möchte Frühstücken.

11:20 Café gefunden… Jetzt wäre es ja der Hammer wenn einer kommt und meine Bestellung aufnimmt😊 na bitte 😊 ein leckeres Baguette mit selbst gemachten Käse… Mega lecker
Noch Kaffee und Zigarette dann weiter.
Heute ist ein schöner Wandertag.

Da sitze ich in einem Café und frage auf englisch zwei Pilger … Ist hier Selbstbedienung? Sagt der eine…. Kommst aus Berlin wa. Jetzt frage ich mich woher weiß der das? Berliner Dialekt, kann man den raushören wenn man englisch spricht?
16:30 Domaine du Sauvage km 21 … Sieht ja nicht gut aus mit Schlafstelle ich muss weiter bis nach Saint-Alban-sur-Limagnole … Noch 13 km. Und wenn ich das nicht schaffe schlafe ich eben im 1000 Sterne Hotel, also unter freiem Himmel.

Ich bin nun doch angekommen… Nach 12,5 Stunden und 33 km laufen . War Zuviel des guten. Die Pilgerherberge hat geschlossen. Ich überlege was ich nun tun soll, Da kommt eine Dame und fragt mich ob ich eine Schlafstelle brauche. Ich bejahe das. Promt setzt sie mich in ihr Auto und bringt mich zu sich nach Hause. also schlafe ich heute mal auf einen richtigen Bauernhof , ist ja mal was anderes. Und da ich hier kein Wifi habe gibt es morgen erst Fotos . War auf jeden Fall schön heute… und schön anstrengend.

Tag 6, 05.Juli 2016

Saint-Alban-sur-Limagnole nach Aumont-Aubrac , 20,78 km, ⬆️ 545m, ⬇️ 486m
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Heute früh sind es 15 Grad und bedeckt, der Wetterbericht sagt leichten Regen voraus.
Gestern Abend habe ich nicht mal mehr gegessen. Nur noch geduscht, 2 Bier , Zähne geputzt und “ Husch husch ins Körbchen“.
Heute geht es von Saint-Alban-sur-Limagnole nach Aumont-Aubrac , ca 15 km in vielleicht 5 Stunden. Das muss für heute reichen.
13:00 Uhr Ich hänge immer noch im Wald herum und es sind noch knapp 4 km bis zum Ziel.

Die Herberge wo ich eigentlich hinwollte hatte zu . Auch schön. Langsam gehen mir die Körperteile aus die nicht weh tun, ich zähle die mal auf: Nase .
Auf geht’s.
Angekommen…. Und eine schöne Herberge gefunden.  Nach der großen Wäsche gab es dann  ein spezielles Abendessen,  Aligot so ist der Name. Das wird regelrecht zelebriert.  Kartoffeln zäh wie Kaugummi… extrem nahrhaft … für mich sehr geschmacklos, aber eine regionale Spezialität. Nicht jedermanns Sache. Lag ziemlich lange im Magen. Besteht zur Hälfte aus Kartoffeln und zur anderen Hälfte aus 3 Wochen alten Käse.

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Tag 7, 06.Juli 2016

Aumont-Aubrac nach Saint-Chély-d´Aubrac, 27,66 km, ⬆️ 674m, ⬇️ 545m
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Heute früh ist es etwas nebelig bei 9 Grad. Heute setze ich mir kein Ziel. Ich laufe einfach soweit wie ich Lust habe.
9:30 Uhr, ich mache Rast, und versuche die steinharte Salami die ich mir gekauft habe ohne Werkzeug ( Säge , Hammer oder Meißel) kleinzubekommen. Da kommt eine Radpilgerin und fragt auf englisch ob sie sich dazu setzen darf. Ich bejahe und wir kommen ins quatschen. Nach 5 min fragt sie mich woher ich komme . Ich sage : from Potsdam near by Berlin. Und sie sagt dann in deutsch sie kommt aus Bonn und ist die Strecke bis hierher mit dem Rad gefahren. Es kam noch ein spanischer Pilger dazu und wir teilten unser Essen. … Das ist der Camino.

Kurze Pause in einem… na Dorf kann man nicht sagen, Ansammlung von ein paar Häusern.
MIT Bar, ich geh rein hol mir ein Kaffee und ein Bier ( 0,25 l ) das Bier war lecker, und der Kaffee…. Ich will mal nicht meckern, auch ich werde eines Tages alt und schwach. Und zum Schluss knöpft mit dir ältere Dame hinterm Tresen dafür auch noch 7,30€ ab. Die muss ja von irgendetwas leben, seh ich ja ein, aber muss sie die monatlichen Kosten auf mich abwälzen?
16:10 Uhr und noch 7 km … Erstmal den Berg runter.
18:00 Uhr … Noch 3 km .
Habe ich mich mal wieder in der Zeit und Entfernung verschätzt.
19:00 In der Gite Comunal ein Bett bekommen… Kasernen Style 😊
Duschen geht nur mit Sandalen … Will ja keine schmutzigen Füße bekommen. Aber egal, bin angekommen fertig und zufrieden.

Tag 8, 7.Juli 2016

Saint-Chély-d´Aubrac nach Saint Côme-d´Olt , 17,78 km, ⬆️ 285m, ⬇️ 673m
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Heute früh ist es sonnig bei 11 Grad
Leichten Muskelkater aber sonst alles gut. Erst mal ein Café suchen und dann los
12:30 Aubrac
Schlechtes Erlebnis 😞
Mein Wasser ist alle, ein Geschäft finde ich hier nicht, der Brunnen defekt. Also gehe ich in die Bar in das 2 Sterne Hotel de la Domerie.
Bestelle mir einen Café für 2,00€ und frage nach Mineralwasser. Die Dame bringt mir das Wasser ich gebe ihr 20€, sie kommt zurück, legt mir 12 !!! Euro hin und geht.
Sie hat mir für 1,5 Liter stilles Wasser tatsächlich 6 Euro abgeknöpft. Das gleiche Wasser hatte ich heute früh im Geschäft für 51 Cent gekauft. Da ich noch viele Kilometer laufen muss behalte ich das Wasser, … und dieses Café in schlechter Erinnerung. Ich bin sprachlos wie Pilger ausgenommen werden. Ich wünsche dem Hotel eine schnelle Pleite.

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Tag 9, 08.Juli 2016

Saint-Chély-d´Aubrac nach Saint-Côme-d´Olt, 16,92 km, ⬆️ 263m, ⬇️ 705m
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Heute früh sind es 20 Grad bei leichter Bewölkung.
Die Nacht war zu warm, und ich hatte dadurch schlecht geschlafen.
Heute versuche ich von Saint-Chely-d’Aubrac nach Espalion zu laufen.das sind ca. 25 km, dort werde ich einen Tag aussetzen und mich erholen. Bei über 30 Grad nicht einfach.

16:30
Da habe ich die letzten 8 km nicht geschafft. Na dann eben morgen. Morgen wird es ein kurzer Ausflug bei gleichen Temperaturen. Der heutige war ganz angenehm wenn auch für Knie und Hand nicht ohne. Ich habe eine schöne Herberge mit Halbpension …. Was will man mehr.

In der Herberge ist es sauber, es ist schön und es wird für die Pilger gekocht. Man spricht deutsch und englisch.

Tag 10, 09.Juli 2016

Saint-Côme-d´Olt nach Espalion, 8,00 km, ⬆️ 74m, ⬇️ 84m
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Klarer Himmel bei 15 Grad, heute werden 32 Grad erwartet bei wolkenlosen Himmel.
Ich werde heute gemütlich von Saint Come d’Olt nach Espalion wandern. Das sind nur ca 8 km und dort den Tag verbringen. Übermorgen geht es dann weiter. Meine erste Auszeit nach 10 Tagen.

Nichts mit 2 Nächte 😞, im Gite darf ich nur 1 Nacht , und ich bin nicht bereit in einem einfachen 1* Hotel 130€ zu bezahlen. Dann laufe ich eben morgen weiter. Dieser Ort hier ist sehr schön…. Französisches Kleinstadt Flair.

Es war heute ein entspannter Tag und ich denke ich habe mich erholt.
Morgen gehts weiter bei 34 Grad. Also laufen ohne Etappenziel.

Tag 11, 10.Juli 2016

Espalion nach Estaing, 18,07 km, ⬆️ 415m, ⬇️ 435m
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Heute habe ich mal verschlafen und gehe erst um 9:00 auf den Weg. Noch sind es 14 Grad bei wolkenlosen Himmel. Es werden heute 34 Grad, mal sehen wie ich den Tag überstehe.

Ich bin jetzt in Estaing gelandet. Es gibt nicht ein freies Bett , alles ist reserviert von “ Fake Pilgern “ die ohne Rucksack laufen und ihn vorschicken in die Herberge wo sie reserviert haben. Dadurch haben Pilger mit Rucksack keine Chance ein Bett zu bekommen. Es ist nicht schön aber auch nicht zu ändern.
Eine Dame sprach mich an in feinster französischer Sprache, das sie was organisieren kann. Tat sie auch. Nun habe ich ein Bett in einem Campingwagen …. Ist ja mal was anderes. Und der Eigentümer spricht genauso gut deutsch oder englisch, wie ich französisch. Hat aber funktioniert. Nette Franzosen.
Und Dusche und Toilette sind sehr groß und sauber.


Allerdings muss ich um etwas zu essen und trinken zu bekommen 3 km in den Ort laufen, und wieder zurück. Und morgen früh wieder in den Ort.

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Was sind für mich “ Fake- oder TUIpilger “ ?
Fake-oder TUIpilger sind für mich Menschen, die mit ihren kleinen Täschchen und einer Riesigen Jakobsmuschel mit hohen Schuhen oder Flip Flops, und mit einem Outfit für die Stadt oder zum Shopping versuchen den Jakobsweg Abschnittsweise entlang zu spazieren . Dabei werden schwierige Passagen umgangen. Der Reisebus ist immer dabei ( falls einer nicht mehr laufen kann ). Wichtig ist denen, das sie ihren Stempel bekommen. Ich finde es nicht gut. Da ich aber Pilger bin, werde ich das akzeptieren. Frei nach Friedrich Wilhelm II König von Preußen „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“

Ärgerlich ist nur, das diese Leute immer als erstes am Ziel sind und uns Pilger dann die Betten wegnehmen. Aber vielleicht ist das auch eine Prüfung. Ich muss versuchen über den Dingen zu stehen und andere nicht zu verurteilen. Jeder wie er kann oder möchte.
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Tag 12, 11.Juli 2016 

Estaing nach Golinhac, 15,87 km, ⬆️ 620 m, ⬇️ 296 m
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Die Nacht im Camping Wagen war erstaunlich angenehm.
Jetzt um 7 Uhr ist hier ein Gewitter und es regnet bei 18 Grad.
Heute geht es …. Oder sollte es, von Estaing nach Golinhac und weiter Richtung Conques gehen.

Heute ist mir das laufen sehr schwer gefallen, ab und zu regnet es, und es ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Es riecht wunderbar nach Kräuter und frisch gemähtem Gras. Ich lief immer nur ein paar Meter dann Pause … Und das die ganze Wegstrecke. Es war eben nicht mein Tag .


Ich bin jetzt in einer Gite kurz vor Golinhac, weiß aber noch nicht ob ich hier bleiben darf. Das klärt sich erst gegen 17:00 Uhr. Eigentlich wollte ich in die Stadt hinein, aber ein kräftiges Gewitter ließ mich hier halt machen.

Tag 13, 12.Juli 2016

Golinhac nach Conques , 27,19 km, ⬆️776 m, ⬇️ 1182 m
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Heute früh regnet es bei 15 Grad.
Ich laufe heute ( wenn das Wetter es zulässt) von Golinhac nach Conques.


In Conques schlafe ich im Kloster. Alles ist sehr sauber, alle sind sehr nett. Leider kam ich zu spät und ich bekomme nichts mehr zu essen. Kein Problem denke ich, … denke ich! Dieser Ort ist so etwas wie Disneyland. Touristen über Touristen. Dann gegen 17:00 Uhr ist es als wäre ein Film zu Ende. Alle sind plötzlich weg, alle Cafés und Restaurants sind zu. Pilger haben den Ort, der wirklich sehr schön ist für sich alleine. Also finde ich nur noch ein einziges Restaurant gegenüber dem Eingang der Kirche. ich bestelle mir (ohne auf die Karte zu sehen) ein großes Bier, Bratwurst und Pommes. dann die Rechnung. 😡Macht dann fast 40 !!! Euro. Preiswert geschlafen, teuer gegessen.            Falls mal einer von euch in Conques im Kloster übernachten sollte, werdet ihr gefragt ob ihr ein Lunchpaket für den nächsten Tag möchtet. Nehmt es ! Für 5 Euro sowas von reichlich und lecker.

Tag 14, 13.Juli 2016

Conques nach Decazeville , 25,00 km, ⬆️928 m, ⬇️ 980 m                                                                                                                  Um meine heutige Strecke auf Runtastic zu verfolgen, klicke hier!

11 Grad und leicht bedeckt. Ideal um gleich in der ersten Stunde 300 Höhenmeter zu bewältigen.
Heute geht es von Conques nach Decazeville ca 22 km … Ungefähr 915 m aufwärts und 1 km abwärts. Ich hoffe ich schaffe das.


Heute war nicht mein Tag. Ich habe nur in der ersten Stunde Pilger gesehen. Irgendwie  sind dann alle an mir vorbei gezogen. Es ging gleich zu Anfang 350 Meter hoch auf Ziegenpfaden auf einer Länge von ca 1,5 km. Oben angekommen war dann niemand mehr da. Ich dachte endlich oben, das schlimmste überstanden, … weit gefehlt… Gleich ging es wieder steil herunter. Und so war es heute gefühlt die ganzen 25 km. Erst zum Schluss traf ich auf einen Pilger aus Salzburg ansonsten heute niemanden.

Heute habe ich den Méridienne verte überschritten.


Ich habe aber mein Ziel erreicht und eine schöne Unterkunft.

Tag 15, 14.Juli 2016

Decazeville nach Felzins , 19,65 km, ⬆️ 605 m, ⬇️ 548 ,
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Heute früh  sind es 10 Grad und  es ist trocken.
Ich habe wieder verschlafen und schlendere gegen 9 Uhr los Richtung Figeac mit Stopp in Felzins wo ich ein Quartier für die Nacht habe. Das sind ca 22 km, und ungefähr 600 Höhenmeter .

Die ersten Kilometer gingen nur aufwärts. 3,5 km Strecke in 1,5 Stunden…. Rekord im langsam wandern… ich hab ja alle Zeit der Welt.


Dafür dufte ich jetzt die ganze Strecke wieder bis zum Fluss Lot runter…. und dann fängt alles wieder von vorne an.
Angekommen in Felzins in einer traumhaften Gites. Ich habe heute mal ein Zimmer für mich alleine ( bis jetzt). Diese Gites war bisher eine der schönsten des gesamten Camino, … und das Essen ein Traum.
Der Tag war dann doch nicht so schlimm, nur die ersten Kilometer. Dann wurde es hügelig und die Aussichten waren Traumhaft. Alles in allem ein toller Tag den ich auch etwas vertrödelt habe. … Bin ja nicht auf der Flucht.

Tag 16, 15.Juli 2016

Felzins nach Figeac, 12,99 km, ⬆️ 193 m, ⬇️ 254 m
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Bei  9 Grad und Sonne geht es nach Figeac wo ich meine erste Auszeit machen werde. Vielleicht 2 oder 3 Tage, …. je nach Lust und Laune.


Es war heute ein lockerer, schöner und kurzer Lauftag. Die 13 Km waren bei noch angenehmen Temperaturen und leichtem Wind gut zu absolvieren. ich habe in der Altstadt, direkt am Marktplatz ein schönes Hotel ( Hôtel Champollion ) gefunden, mit eigenem Bad, Handtücher, richtigem Bett, Bettwäsche…. kurzum man freut sich über sonst so selbstverständliche Dinge und lernt diese wieder zu schätzen. Ich lasse es mir bis Sonntag hier gutgehen, und werde diese schöne Stadt geniessen.
Da sitze ich in der Markthalle und bestelle mir etwas zu essen ( preiswert und gut ) , der Laden ist voll. Und nun kommt eine Dame und fängt an zu fegen… immer schön den Staub aufwirbeln und rauf auf das Essen. Sieht man hier nicht so eng  😊.

Tag 17, 16.Juli 2016

Ruhetag

Es ist heiß. Im Hotel Champollion habe ich Gott sei dank eine Klimaanlage.
Dieses Hotel ist Pilgerfreundlich. Nach Vorlage des Pigerpasses bekommt man außer den Stempel auch noch einen Nachlass. Nur das Frühstück sollte man in der Stadt geniessen. Das ist im Hotel im Treppenhaus / Flur wo die Tische stehen nicht so schön.


Meine heutige “ to do list “
Café trinken, Menschen beim Einkaufen auf dem Markt beobachten,
Am Fluss sitzen, die Füße im kalten Wasser, Lesen, Einfach mal nichts tun und vielleicht mal nicht an meinen Sohn denken. Die totale Entspannung.

Tag 18, 17.Juli 2016

Figeac nach Grealou,  29,91 km, ⬆️ 749 m, ⬇️ 565 m
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Die Ruhetage haben mir gutgetan. Ich bin erholt … Fragt sich nur wie lange . Heute werden es um die 33 Grad und nur Sonne.
Meine heutige Strecke ( theoretisch ) von Figeac nach Cajarc, Ca 32 km . Schauen wir mal 😎😅😅😅🌴🎋
Ich bin um 7:00 Uhr aufgestanden. Dann zwei Kaffee , duschen, anziehen und los. Ich hatte aber keine Lust und kam nur ein paar Straßen weiter . Bis zum nächsten Café, ich sagte mir “ was soll ich hetzen“ und bestellte mir noch einen Café. Ich wollte bezahlen, da kommt ein Franzose und bietet mir eine Mini Apfeltasche an. Ich nahm sie gerne an, … und bestellte mir nochmals einen Café 😊. Also kam ich erst um 10:00 Uhr los.


Der Weg war die ersten Kilometer angenehm wenn auch anstrengend.
Nach 13 km … Es war schon heiß dachte ich mir, Ende für heute ich suche mir eine Herberge in Brengues etwa 1 km abseits des GR 65. Dann begann die Katastrophe… Ich lief den rot/weißen Zeichen hinterher, nicht ahnend das der GR 6 die gleichen Farben wie der GR 65 hat . Kurzum ich habe mich sowas von verlaufen bei 38 Grad … Ohne Wasser. Insgesamt 13 km und 4 Stunden später hatte ich dann meinen Weg wieder gefunden. Mir wurde ständig schwarz vor Augen, dacht “ wenn ich hier jetzt umkippe dann finden mich vielleicht morgen irgendwelche Wanderer „. Und ich hatte immer noch keine Herberge. Abends um 9 bei brütender Hitze fand ich dann eine Gites geführt von Schweizerinnen. Dort wurde ich herzlich aufgenommen, und bemuttert. Als erstes gab es erst mal mehrere Liter Wasser mit Sirup um meine Wasserhaushalt wieder aufzufüllen. Ich richtig dehydriert und unterzuckert. Dann zogen sie mir die Schuhe aus und packten meine Füße in kaltes Wasser, nasses Handtuch auf den Kopf. Ich war auch völlig überhitzt. Ich bin dankbar für diese Hilfe.

Ich mache hier nochmals eine Auszeit und überlege wie es nun bei dieser Hitze weitergeht.
Dann auch noch Probleme mit meinem Rucksack der rechte Träger verdreht sich und drückt in die Brust was ziemlich schmerzhaft ist. So kann ich nicht weiterlaufen. Ein neuer muss her. Ich habe zwar Garantie… Nutzt hier aber herzlich wenig. Das ist ärgerlich, aber quälen muss ich mich nicht.
Nun habe ich ein paar Tage mal keine Medikamente genommen, weil ich dachte geht auf dem Jakobsweg ja auch ohne…. weit gefehlt. So ein CRPS ist doch sehr schmerzhaft 😢 . Problem: nehme ich heute Abend Palexia kann ich morgen bei der Hitze nicht laufen und nehme ich es nicht, habe ich ziemliche Probleme mit meiner Hand . Egal wie …. es ist falsch 😢😢😢

Die Herberge Atelier Des Volets Bleus ist fantastisch. Solch eine Herzlichkeit, Ruhe, leckeres ( vegetarisches ) Essen und Sauberkeit hatte ich noch nicht oft in Frankreich. Es lohnt sich dort zu übernachten.

Tag 19, 18.Juli 2016

Ruhetag
Atelier Des Volets Bleus


Ich werde meinen Jakobsweg bis September unterbrechen. Unterbrechen! Nicht abbrechen! Es geht über meine Kräfte bei Temperaturen bis 45 Grad in der Sonne. Ich tue mir nichts gutes wenn ich vor lauter Stolz oder falschen Ehrgeiz versuche etwas zu machen was ich gesundheitlich nicht schaffe. Es ist nicht einfach das einzugestehen… Aber ich muss realistisch sein. Heute habe ich nichts getan außer wieder auf die Beine zu kommen. Danke Esther, danke Gaby für eure Herzlichkeit und Hilfe.

Tag 20, 19.Juli 2016

Grealou

Die Ruhetage in Grealou haben mir gutgetan. Ich wurde richtig umsorgt, ich mag hier garnicht weg.


Den Tag verbrachte ich mit Gaby, die mir die Umgebung zeigte. Die Umgebung des Lot ist wunderschön.

Tag 21, 20.Juli 2016

Grealou


Ich habe heute wieder einen schönen Tag im Lot Tal und der Umgebung verlebt.

Tag 22, 21.07.2016

Grealou


Heute geht es zurück nach Berlin, mit dem Nachtzug über Paris. in 6 Wochen bin ich wieder hier.

07.August 2016
Zwischenruf

In 3 Wochen geht es weiter auf der Via Podiensis dem Französischen Jakobsweg. Ich musste mir neue Schuhe Kaufen. Die alten Lowa Renegate hatten nun schon über 2.000 km auf dem Tacho, sie können nicht neu besohlt werden. Die neuen Lowa Predazzo GTX kosten so um die 230 Euro, lassen sich dann aber auch bei Lowa neu besohlen. Das heisst die komplette Sohle, also alles bis auf das Leder wird erneuert… für 75 Euro. So ist das dann doch preiswert. Pech hatte ich mit meinem Ospreys Kestrel 58 Rucksack. Da hatte sich der rechte Träger verdreht und drückte in die Brust was sehr schmerzhaft ist. Ich habe den Reklamiert, er wurde eingeschickt und irgendwie nachgenäht. Leider ohne Erfolg. Nochmal reklamiert. Nach 3 Wochen hieß es ich laufe schief…. ? …. na wenn die meinen. Jedenfalls wurde weder die Trägereinheit erneuert noch gab es einen Gutschein oder sonst was. Mit anderen Worten ich habe Pech gehabt und Ospreys in sehr schlechter Erinnerung. Also habe ich mir einen Deuter zugelegt und bin mit dem sehr zufrieden.

Tag 23, 31.August 2016

Warten auf den Zug nach Paris.


Heute beginnt der 2.Teil meines Jakobsweges auf der Via Poediensis nach Santiago de Compostela.
Ich komme heute Abend in Figeac, wo ich meine Pilgerreise unterbrochen hatte an. Gaby aus Grealou holt mich am Bahnhof ab. Wir gehen noch etwas essen und trinken. Je nachdem wie ich Lust und Laune habe werde ich dann Donnerstag oder Freitag den Weg fortsetzen. Es sind ja nur noch knapp 1.500 Kilometer bis zum Ziel 😊.

Tag 24, 01.September 2016

Grealou
Erst mal ankommen

Heute ist erst mal Rucksack packen angesagt. Morgen oder Übermorgen möchte ich dann doch loslaufen. Wenn ich so weiter trödele, ( und das wird auf diesen Camino sicher noch das eine oder andere mal passieren ) komme ich erst Weihnachten in Santiago an. Auch wenn es mir schwerfällt die wunderbare Gaby und die reizende Esther zu verlassen. Ich muss weiter.   

Tag 25, 02.September 2016

Grealou


Heute war ich mit Gaby auf dem Markt in Cajarc. Französische Märkte sind herrlich. Wie im Film. Nach dem Einkauf zurück in Grealou sitzen dort 3 Pilger und warten darauf ein Bett zu bekommen. Die 3 Pilger / Innen heißen… Stefan, Viktor und Daniela. Diese 3 werden mich ein Stück weit auf meinen Camino begleiten. Und diese drei waren und sind ein wertvoller Teil meines Caminos geworden. Wir hatten vor allem auch eine Menge Spass miteinander.

Tag 26, 03.September 2016

Grealou nach Cajarc, 13,90 km, ⬆️ 151 m, ⬇️ 385 m                                                                                                                   Um meine heutige Strecke auf Runtastic zu verfolgen, klicke hier!

Nun ging ich tatsächlich los… wer hätte das gedacht. Erstes Ziel, der erste Etappe, des 2. Teils ist: Taraaa… Cajarc. Und wieder sind hohe Temperaturen und knallige Sonne angesagt. Es ist aber Egal, die Landschaft entschädigt für alles.

Eigentlich wollte ich ja noch weiter…. aber der Lot mit seinem schönen klaren und kühlen Wasser lud dann zum baden ein. Also baden, …. und da bleiben.

Tag 27, 04.September 2016

Cajarc nach Limogne-en-Quercy, 13,44 km, ⬆️ 220 m, ⬇️ 229 m
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Heute bin ich ganz entspannt los gepilgert. Durch herrliche Landschaften und Dörfer. Eine kurze Strecke, mit wenig Steigungen. Also eine Strecke zum warm werden für die kommenden Tage.

Tag 26, 05.September 2016

Limogne-en-Quercy nach Lalbenque, 23,56 km, ⬆️ 231 m, ⬇️ 292 m
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Es ist heute früh angenehm kühl. 11 Grad und wolkenlos, es werden aber noch 29 Grad.
Mein Weg führt mich heute von Limogne-en-Quercy nach Bach. Die Strecke ist mit 14 km ziemlich kurz. Vielleicht laufe ich noch weiter . Aber erst mal ankommen .
Ich habe vor 1 Stunde den Ort Bach hinter mich gelassen und laufe Richtung Cahors . Das heißt 18 km habe ich schon und ein paar müsste ich noch laufen…. Da habe ich schon wieder am Zeiger gedreht. Ich nehme mir einfach Zuviel vor. Mal sehen wie weit ich komme.

Angekommen in Lalbenque in einer schönen Gite … Mit Wifi , kann dann mal ein paar Bilder hochladen.                                                                                                                               Und mit wem Übernachte ich da? Mit Daniela, Stefan und Viktor. Wird bestimmt schön heute Abend.

Tag 27 , 06.September 2016

Lalbenque nach Cahors, 21,01 km, ⬆️ 315 m, ⬇️ 426 m
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Heute früh 18 Grad und sonnig, es werden 33 Grad…. Ideales Wetter für eine kurze Tour.

… Soviel zur kurzen Tour … Bei 33 grad und wenig Schatten . Es war heute ein harter Weg . Gefühlt ging es nur aufwärts . Tja 😊 bisschen viel Übergewicht der Mann. Und dann noch eine Eidechse aus einem Waschbecken gerettet… jeden Tag eine gute Tat.

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Habe endlich meinen Oldtimer gefunden ! Hier und da etwas Farbe, … und ein paar Kleinigkeiten 😊

Und in Cahor wieder mit Daniela, Stefan und Viktor zusammen. Freu mich jedes mal auf die drei 😊.

Tag 28, 07.September 2016

Cahors nach Sainte-Alauzie , 26,60 km, ⬆️ 480 m, ⬇️ 461 m
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Heute ist wieder ein heißer Tag mit bis zu 35 Grad . Daher kommt für mich nur eine kurze Strecke in Frage. Ich laufe von Cahors nach Lascabanes ca 23 km . Ist es zu heiß wirds weniger. Es gibt ziemlich hohe Anstiege die ich bewältigen muss .


9:10 Uhr …. Sitze immer noch im Café 😊
Es ist jetzt 14:30 und ich bin in Labastide-Marnhac angekommen. Zwischendurch traf ich Daniela 😊 und lief mit ihr ein Stück zusammen. Sie ist nun weiter weil ich eine Pause brauche. … Und ich habe hier bei 33 Grad, erst die Hälfte des Weges geschafft. Wird ja noch lustig 😰                                                                                                                                       In Lascabanes war alles besetzt.
Also sind Daniela und Ich weiter nach Les Vignals gelaufen. Und hier teile ich mir mit Daniela ein Bett in einem Zimmer ( Keine blöden Sprüche bitte ). Es war absolut nichts mehr frei. Der Abend war mit den anderen Pilgern sehr schön. Und die Landschaft ist …. sagen wir mal… ich möchte auf diesem Weg keine Eichen mehr sehen. Seit 3 Tagen nur Eichenwald unterbrochen von Wacholder . Ist dann auch eine öde Sache.

Tag 29, 08.September 2016

Lalbenque nach Lauzerte, 30,60 km, ⬆️ 475 m, ⬇️ 437 m
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Heute früh 18 Grad, bewölkt und es soll ab und zu etwas regnen bei bis zu 25 Grad.
Heute mache ich eine kurze Tour von Les Vignals nach Montcuq.
Die Nacht mit Daniela im Doppelbett war etwas ungewohnt ( wie gesagt, spart euch die Kommentare bitte ). Ich lag immer an der Bettkante um ihr bloß nicht zu nahe zukommen und ihr und mir soviel Privatsphäre zu geben wie möglich . Ist komisch mit einer fremden Frau in einer Koje zu schlafen. … Pilgerleben … Eben.

Und nun nach 2 km habe ich mich von ihr verabschiedet und hoffe Sie, Viktor und Stefan wieder zu sehen. Ich hänge wieder mal in einem Café und genieße den Moment alleine zu sein und meinen Gedanken nach zugehen.

Kleiner Zwischenbericht: Ich habe mich verlaufen 😊
Stellt euch einen Ort in Frankreich vor wo richtig was los ist.
ICH BIN DAVON AM WEITESTEN WEG😊😊😊.
Noch 1 Stunde Fußmarsch.

Tag 30, 09.September 2016

Sainte-Alauzie nach Moissac , 29,90 km, ⬆️ 386 m, ⬇️ 534 m
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Wetter ist sehr gut zum pilgern
Es werden heute 27 Grad und heiter bis wolkig.
Meine heutige Tour geht von Lauzerte nach Moissac, ca. 27 km
Ich hoffe ich packe das.
Morgen nehme ich mir eine Auszeit.


Statusbericht: bin in Moissac am Stadtrand angekommen. Schleppe mich noch die letzten 2,5 km bis ins Zentrum 😊

Ich habe es geschafft, knapp 30 km in 10 Stunden inclusive Pausen
Wäsche in die Wäscherei gegeben, beim Barbier gewesen, beim Optiker Brille reparieren lassen, schönes Hotel für 2 Tage gebucht ( mit Klima 😊), euch die netten Zeilen geschrieben… usw. Glücklich😊

Und wieder Stefan, Viktor, Daniela und Gaby getroffen.
Gleich geht’s in die Pilgermesse , dann essen und das war es für heute.

Tag 31, 10. September 2016

Moissac
Ruhetag


Schönes Wetter heute für eine Auszeit. Ich laufe erst Montag weiter und lasse die Seele baumeln.

Tag 32, 11.September 2016

Moissac
Ruhetag

Nachdem ich mich genug ausgeruht habe und Stefan meinen Ballast mitgegeben habe ( er unterbricht hier seinen Jakobsweg und fährt mit gaby zurück nach Grealou ) werde ich morgen früh bei schönstem Badewetter allein weiterlaufen. Heute war Verabschiedung von Gaby, Stefan und Viktor. Gestern schon von Daniela…. Alles Personen an die ich wohl sehr lange denken werde. Ich werde euch wiedersehen … Versprochen.


… Und nun das Wetter für morgen: herrlich 😎

Tag 33, 12.September 2016

Moissac nach Auvillar , 23,07 km, ⬆️ 137 m, ⬇️ 90 m,                               
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Heute geht es bei 36 Grad und Sonne pur von Moissac ins 23 km entfernte Auvillar. Der Weg ist einfach, weil er über viele Kilometer an einem Kanal, einem ehemaligen Treidelweg entlang geht. Ich denke es wird gut.

Pause
16 km habe ich geschafft 😊. Der Weg entlang am Kanal erinnert mich irgendwie an Holland. Und dann die Platanen ( meine Lieblingsbäume ) so riesig, Und sie spenden Schatten und es macht Spaß unter ihnen zu laufen.

Man beachte das schöne alte AKW ( nuclear power station ) ganz links im Bild … Vielleicht strahlen deswegen alle Leute hier ? 😊

Tag 34, 13.September 2016

Auvillar nach Castel Arrouy , 24,25 km, ⬆️ 425 m, ⬇️ 433 m
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Heute früh ist es bei 21 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit schon sehr schwül. Es sollen 34 Grad werden mit anschließendem Gewittern und Regen .
Daher führt mich mein heutiger Weg nicht in einen bestimmten Ort, sondern Richtung Spanien 😊. Ich weiß nicht wo ich heute ankomme. Das entscheidet das Wetter. Ich möchte schon 20-30 km laufen.


Die letzte Nacht war zu warm und an erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Es kann ja nur besser werden .
Bisher war der Weg sehr entspannt 😊

Echt super 😞 …. Mein Bett heute

Bis nach Miradoux war die Welt noch in Ordnung. Im ganzen Ort nicht ein Bett , in keinem Hotel ein Zimmer frei.
Also 5 km weiter in den nächsten Ort, nach Castet-Arrouy….. Auch dort alles besetzt. Aber ich bekam noch ein Zelt und Mitbenutzung der Dusche, Küche usw.
Da es heute Abend noch Gewitter gibt, wird die Nacht noch lustig.
Heute habe ich mal versucht bei Runtastic die Pausentaste zu drücken…. Ist mir gelungen, nur viel mir nach ein paar Kilometer ein das ich beim beenden der Pause wieder die Taste drücken muss 😡 also fehlen mir so 3-4 Kilometer. Fazit: Ich darf die Pausentaste nicht drücken 😊

Übernachtung und Petit déjeuner kosten hier 8€ und damit ich bei meinem Schnitt von 65€ bleibe gehe ich jetzt lecker Essen 😊😊. Danach dann “ Heiabubu“

Tag 35, 14.September 2016

Castel-Arrouy nach La Romieu , 33,03 km, ⬆️ 740 m, ⬇️ 634 m
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Die Nacht im Zelt war erstaunlich gut. Trotz der starken Regenfälle und Gewitter habe ich geschlafen wie ein Baby.

Heute früh sind es 16 Grad, wolkig und es soll bei 20 Grad Höchsttemperatur ab und zu regnen.
Mein heutiger Weg führt mich von Castet-Arrouy nach Lectoure und, da der Weg ziemlich kurz wäre dann noch darüber hinaus.

Kleiner Zwischenbericht: ich habe 23 km hinter mir, und bin in Marsolan. Wie befürchtet gibt es kein freies Bett alles reserviert von einer großen Gruppe die mit Rollkoffern “ pilgern “ . Ich muss mir was überlegen wie ich die loswerde. Ich komme sonst nie zu einem Bett . Das eigentliche Problem ist, das die Via Poediensis auch gleichzeitig der Fernwanderweg GR 65 ist. Da gibt es schon mal Stau in der Rush hour.
Ich werde leider weiter pilgern müssen ins 10 km entfernte La Romieu . Geht etwas über meine Kräfte. Es regnet leicht und die Wege sind schlammig.

Grünabfälle in die Biotonne 😊😊😊 die machen hier alles richtig.

Tag 36, 15.September 2016

La Romieu nach Condom , 13,57 km, ⬆️ 239 m, ⬇️ 366 m
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Heute früh ist es mit 11 Grad richtig kalt. Es erwartet mich dann aber ein angenehmer trockener Tag .