Mein Jakobsweg 2016 / Via Podiensis und Camino del Norte

Anmerkung: Es sind doch ziemlich viele Fotos. Sehr viele. Nicht für jeden interessant, für einige schon. Und die Aufgabe für mich besteht darin, welche soll ich veröffentlichen, welche nicht? Viele habe ich weggelassen. Trotzdem sind es noch eine Menge. Seht es mir nach. ich finde die meisten gut. Und deshalb werde ich die meisten als Block veröffentlichen damit ihr euch nicht langweilt. Ihr könnt ja dann runter scrollen.

Mein Jakobsweg 2016 – Via Podiensis und Camino del Norte

Vorbereitung

2015 hatte ich viel zuviel Gepäck. Dieses Jahr soll es anders werden. Ich lasse zum Beispiel 2 ! Taschenmesser, 1 T-Shirt, 1 Regenjacke, 1 Schloss zum Sichern des Rucksacks, diverse Landkarten, faltbare Trinkflasche, 1 Taschenlampe, 200 Stück Palexia (Morphin), diverse Kosmetika und noch mehr Kleinkram zuhause. Das spart mehrere Kilogramm Gewicht.
Ich glaube ich habe trotzdem zu viel Gepäck… also alles nochmals durchgehen… Überflüssiges auspacken, oder aber mir einen Sherpa aus dem Himalaya holen.
So… nun habe ich auch das Gewicht was ich herumschleppen darf. 13kg der Rucksack mit Inhalt, 4kg meine Kleidung und Schuhe (ich laufe ja nicht nackig), mein Lebendgewicht: 116 kg Lebensfreude, Proviant und Wasser 3kg… macht summa summarum: 136kg. Davon allerdings 20kg gleich 2 volle 10 Liter Eimer Wasser Übergewicht, welches ich ja hoffentlich verliere.

29. Juni 2016

So, … Morgen früh geht’s los. 8:00 Uhr Straßenbahn, dann Regionalbahn, 10:00 Uhr Flughafen Schönefeld, 12:10 Abflug nach Lyon. 13:30 Ankunft . Mit der Regionalbahn nach Lyon Hauptbahnhof, 18:06 TGV nach Le Puy-en-Velay. 19:10 Uhr Ankunft. Dann Herberge. Das ist der Tag morgen.

Tag 1, 30. Juni 2016

Anreise

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Nun geht es los …

Heute um 5 Uhr aufgestanden. Kaffee, Zigarette, dann nochmal überlegt, fehlt etwas? Ist etwas zuviel?… Nein, alles gut. Um 8 zur Straßenbahn… dann Regionalbahn und nach 2,5 Stunden Wartezeit endlich in den Flieger und los ging es. Ich dachte 1 Stunde und ein paar Minuten … Nix da, der Flug ging über 2 Stunden. Naja gingen auch vorbei.

In Lyon: mit der Straßenbahn vom Airport zum Bahnhof… Macht 15,60€, es ist aber schnell und bequem. Ich habe noch eine Stunde bis Zugabfahrt. Panik… Wo ist dieser Zug? Aha, Bekanntgabe 10 min vor Abfahrt… Genau das richtige für einen gestressten wie mich. Der Vorortzug- Bummelzug ( statt TGV ) mit dem ich fahre hält in jedem Kaff… Und das mit defekter Klimaanlage, herrlich bei über 30 Grad Außentemperatur . Ich bin aber lebend angekommen in Le Puy. Nur noch schnell 1,2 km durch den Ort laufen und ab in die Herberge.

Es ist wirklich schön hier, nun einen halben Liter Paulaner, ein kleines lokales Bier hinterher. Und nun… Hunger ( ich habe ja leider immer Hunger ), der Hotelier empfiehlt ein kleines Familien Restaurant „La Trifolle“ in Le Puy, so richtig lecker und unter 40€.
Ist aber nix wenn man noch im Wachstum ist, so wie ich. Also es war lecker, sehr lecker sogar… vielleicht etwas wenig… Bräuchte nur noch ein Burgerladen, Pizzeria oder sowas… Damit ich nicht verhungere… nichts gefunden… ist vielleicht auch besser so… Auf den Fotos sieht es richtig viel aus… Sind aber wohl „Schnittchen“,“Canpees“ oder sowas. Aber extrem lecker. Ist auch besser für / gegen mein Gewicht.

Fazit: nur 12 Stunden weg von Berlin ist es auch schön 😊.

Dept. 43. Auvergne

Tag 2, 1.Juli 2016

Le Puy-en-Velay nach Montbonnet, 17,22 km, ⬆️ 547m, ⬇️ 118m
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Die Nacht in der Gîte war etwas zu warm. 2 Pilger im 5 Bett Zimmer. Das wiederum war angenehm. Um 6 Uhr aufgestanden, und ich finde mal wieder nichts (im Rucksack). Die gleiche Prozedur wie letztes Jahr 😊. Um 8 Uhr laufe ich heute bei angenehmen 13 Grad los. 11 Uhr, gerade mal 8,5 km geschafft und jetzt 2. Frühstück 😊 Salat , Wasser und wegen der Mineralien ein kleines Bier (wirklich). Die heutige Etappe werde ich nicht schaffen. Zu anstrengend und ungewohnt mit jetzt 17 kg auf dem Rücken. Ich bin ja nicht im Wettkampf, also ruhig angehen.
Der Weg ist wunderschön es ist nur zu warm ,… ich bin noch nicht mal in Spanien und jammere jetzt schon wegen der Temperatur 😊… Liegt wohl an meiner Isolationsschicht ..

Montbonnet hieß der Ort wo ich gestrandet war. Ein sehr schönes Gites / Herberge leider ohne Wifi und schlechte Telefonverbindung (wie in Brandenburg 😊) deswegen gestern mal nur Text.
Füße taten weh! Nach 17 km laufen! Bin etwas aus der Übung. Ging gefühlt auch nur aufwärts.
Habe sehr nette Mitpilger kennengelernt und mit einem von ihnen meinen Rucksack ausgemistet. 17 kg ging garnicht. Ich schicke also morgen 3 kg Minimum wieder nachhause. Mir muss man immer erst sagen das dieses oder jenes völlig überflüssig ist. Bin halt Jäger und Sammler… Man könnte ja auch den überflüssigen Kram irgendwann gebrauchen…

Tag 3, 02.Juli 2016

Montbonnet nach Monistrol DÁllier, 16,33 km, ⬆️ 360m, ⬇️ 867m
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Gestern bin ich ja nicht weit gekommen mangels Kraft, und deswegen:IMG_9862 Und für heute kann ich auch nicht sagen ob ich mein Etappenziel erreiche. Bis jetzt habe ich 16 km geschafft, meistens abwärts was ja gerade für Knie strapaziös ist. Ich habe noch ca. 13 km vor mir, mit 500 Höhenmeter aufwärts. Schwere Entscheidung, einerseits bin ich nicht genug gelaufen, andererseits ist es nun 15 Uhr und ich hätte noch mindestens 4 Stunden zu laufen ohne Möglichkeit der Einkehr geschweige denn ein Bett für die Nacht . Erst mal mein Bier trinken… dann noch eins und dann schauen wir mal . 😊

Wie ich es mir vorgenommen hatte, zur Post… hat die zu 😡, na ja, vielleicht war ich auch zu spät. Zum Thema Öffnungszeiten, natürlich finde ich das nicht schön wenn mittags die Post, Banken, Geschäfte usw. zuhaben. Bin ja von Deutschland gewohnt, das wenn ich möchte, ich ja unbedingt um 22:30 Uhr meinen Einkauf im Supermarkt erledigen muss. Oder anders, muss immer und überall alles offen und verfügbar sein? Ich denke nicht. Hier in Frankreich stirbt niemand, verhungert oder verdurstet keiner nur weil die Geschäfte Mittagsruhe haben, morgens erst um 9:00 Uhr öffnen und abends um 20:00 Uhr alle zu sind. Im Gegenteil, ich finde hier ist alles lockerer und entspannter, so bin ich auch groß geworden und habe überlebt. Ich muss einfach wieder Lernen, das es auch Ruhezeiten gibt, es gefällt mir sogar. Das ist die Lebensart und Leichtigkeit des Südens. Ich habe eine richtig schöne Herberge gefunden, einfach aber sauber und kostet unter 40 Euro inklusive. Abendessen und Frühstück zzgl. Getränke…Fazit: Schnäppchen.

Warum schreibe ich hier so oft was es kostet? Ich möchte auch über die Kosten und Preise informieren. Zusammengefasst: Frankreich ist teuer… sehr teuer. Pilgern geht hier nicht wenn man sparen möchte. Ist schade, aber es ist so. Meist kostet die Pilgerherberge, Gites usw. nach meiner Erfahrung bisher so um die 40 – 50 Euro pro Nacht. Es ist aber auch immer ein Gänge Menü dabei (meistens zuzüglich Getränke) und morgens Frühstück. Manchmal frage ich mich, … ja bin ich nun Pilgern oder auf Schlemmer Tour?
So ist aber Frankreich, Essen ist hier das A und O.
Und die billigen Lebensmittel wie in Deutschland, … gibt es auch nur in Deutschland.

Tag 4, 3.Juli 2016

Monistrol DÁllier nach Saugues , 13,77 km, ⬆️ 745m, ⬇️ 380m
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Heute früh geht es bei 3 Grad und Sonne von Monistrol-d‘ Allier über Saugues Richtung Villeret d’Apchier ca 24 km. Dabei sind reichlich Höhenmeter zu überwinden. Mal sehen wie weit ich komme.

Auf diesen Berg musste ich erst mal als warmup hinauf.

Oben angekommen ( mit Schnappatmung ), … es war wirklich anstrengend aber extrem schön …, ist dort oben eine Kirche in den Fels gehauen. Die Kirche ist eine Baustelle, die Arbeiten werden privat finanziert. Dort war ein Uralter Mann namens Robert der den Pass stempelt, mit dem kam ich ins Gespräch (in deutsch und englisch). Er sprach mit mir dann über die Arbeiten, es war sehr kurzweilig und ich konnte mich erholen. Was mir nicht gefallen hatte war die Madonna (oder Maria?) in ultra Modern (a la Picasso), ist eben Kunst. Es lohnt sich dort zu verweilen.

Es ist nun 11 Uhr und ich bin fix und fertig. In 2,5 Stunden nur 5 km, die aber hatten es in sich. 500 Höhenmeter. Kurze Pause und dann eine Bar suchen.
Habe keine Bar gefunden. Bin nun in Saugues in einer Pizzeria und mache erst mal Frühstück… Um 14 Uhr. Ich habe nun knapp 14 km Hinter mir, und 745 Höhenmeter. Mehr geht nicht. Außerdem ist das hier ein schönes Städtchen was ich mir ansehen möchte.

Tag 5, 4.Juli 2016

Saugues nach Saint-Alban-sur-Limagnole , 33,35 km, ⬆️ 725m, ⬇️ 688m
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10 Grad und wolkig.
Meine heutige Etappe wäre theoretisch von Saugues nach Saint-Alban-sur-Limagnole… Theoretisch… Die Etappe ist 33 km lang und es geht ca. 850 m aufwärts. Das heißt ich werde sie warscheinlich splitten.

Ich bin bin gut vorangekommen, trotz der 17 kg auf dem Rücken  … Die Post hatte noch zu und ich wollte nicht bis zum Vormittag warten.

Es ist nun 10:00 Uhr ich bin 7 km gelaufen und ich bin fit wie ein Turnschuh… Mag daran liegen, das die Steigerung noch moderat ist. Ich hoffe endlich ein Bistro oder ähnliches zu finden. Möchte Frühstücken.

11:20 Café gefunden… Jetzt wäre es ja der Hammer wenn einer kommt und meine Bestellung aufnimmt😊 na bitte 😊 ein leckeres Baguette mit selbst gemachten Käse… Mega lecker
Noch Kaffee und Zigarette dann weiter.
Heute ist ein schöner Wandertag.

Da sitze ich in einem Café und frage auf englisch zwei Pilger … Ist hier Selbstbedienung? Sagt der eine…. Kommst aus Berlin wa. Jetzt frage ich mich woher weiß der das? Berliner Dialekt, kann man den raushören wenn man englisch spricht?
16:30 Domaine du Sauvage km 21 … Sieht ja nicht gut aus mit Schlafstelle ich muss weiter bis nach Saint-Alban-sur-Limagnole … Noch 13 km. Und wenn ich das nicht schaffe schlafe ich eben im 1000 Sterne Hotel, also unter freiem Himmel.

Ich bin nun doch angekommen… Nach 12,5 Stunden und 33 km laufen . War Zuviel des guten. Die Pilgerherberge hat geschlossen. Ich überlege was ich nun tun soll, Da kommt eine Dame und fragt mich ob ich eine Schlafstelle brauche. Ich bejahe das. Promt setzt sie mich in ihr Auto und bringt mich zu sich nach Hause. also schlafe ich heute mal auf einen richtigen Bauernhof , ist ja mal was anderes. Und da ich hier kein Wifi habe gibt es morgen erst Fotos . War auf jeden Fall schön heute… und schön anstrengend.

Tag 6, 05.Juli 2016

Saint-Alban-sur-Limagnole nach Aumont-Aubrac , 20,78 km, ⬆️ 545m, ⬇️ 486m
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Heute früh sind es 15 Grad und bedeckt, der Wetterbericht sagt leichten Regen voraus.
Gestern Abend habe ich nicht mal mehr gegessen. Nur noch geduscht, 2 Bier , Zähne geputzt und “ Husch husch ins Körbchen“.
Heute geht es von Saint-Alban-sur-Limagnole nach Aumont-Aubrac , ca 15 km in vielleicht 5 Stunden. Das muss für heute reichen.
13:00 Uhr Ich hänge immer noch im Wald herum und es sind noch knapp 4 km bis zum Ziel.

Die Herberge wo ich eigentlich hinwollte hatte zu . Auch schön. Langsam gehen mir die Körperteile aus die nicht weh tun, ich zähle die mal auf: Nase .
Auf geht’s.
Angekommen…. Und eine schöne Herberge gefunden.  Nach der großen Wäsche gab es dann  ein spezielles Abendessen,  Aligot so ist der Name. Das wird regelrecht zelebriert.  Kartoffeln zäh wie Kaugummi… extrem nahrhaft … für mich sehr geschmacklos, aber eine regionale Spezialität. Nicht jedermanns Sache. Lag ziemlich lange im Magen. Besteht zur Hälfte aus Kartoffeln und zur anderen Hälfte aus 3 Wochen alten Käse.

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Tag 7, 06.Juli 2016

Aumont-Aubrac nach Saint-Chély-d´Aubrac, 27,66 km, ⬆️ 674m, ⬇️ 545m
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Heute früh ist es etwas nebelig bei 9 Grad. Heute setze ich mir kein Ziel. Ich laufe einfach soweit wie ich Lust habe.
9:30 Uhr, ich mache Rast, und versuche die steinharte Salami die ich mir gekauft habe ohne Werkzeug ( Säge , Hammer oder Meißel) kleinzubekommen. Da kommt eine Radpilgerin und fragt auf englisch ob sie sich dazu setzen darf. Ich bejahe und wir kommen ins quatschen. Nach 5 min fragt sie mich woher ich komme . Ich sage : from Potsdam near by Berlin. Und sie sagt dann in deutsch sie kommt aus Bonn und ist die Strecke bis hierher mit dem Rad gefahren. Es kam noch ein spanischer Pilger dazu und wir teilten unser Essen. … Das ist der Camino.

Kurze Pause in einem… na Dorf kann man nicht sagen, Ansammlung von ein paar Häusern.
MIT Bar, ich geh rein hol mir ein Kaffee und ein Bier ( 0,25 l ) das Bier war lecker, und der Kaffee…. Ich will mal nicht meckern, auch ich werde eines Tages alt und schwach. Und zum Schluss knöpft mit dir ältere Dame hinterm Tresen dafür auch noch 7,30€ ab. Die muss ja von irgendetwas leben, seh ich ja ein, aber muss sie die monatlichen Kosten auf mich abwälzen?
16:10 Uhr und noch 7 km … Erstmal den Berg runter.
18:00 Uhr … Noch 3 km .
Habe ich mich mal wieder in der Zeit und Entfernung verschätzt.
19:00 In der Gite Comunal ein Bett bekommen… Kasernen Style 😊
Duschen geht nur mit Sandalen … Will ja keine schmutzigen Füße bekommen. Aber egal, bin angekommen fertig und zufrieden.

Tag 8, 7.Juli 2016

Saint-Chély-d´Aubrac nach Saint Côme-d´Olt , 17,78 km, ⬆️ 285m, ⬇️ 673m
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Heute früh ist es sonnig bei 11 Grad
Leichten Muskelkater aber sonst alles gut. Erst mal ein Café suchen und dann los
12:30 Aubrac
Schlechtes Erlebnis 😞
Mein Wasser ist alle, ein Geschäft finde ich hier nicht, der Brunnen defekt. Also gehe ich in die Bar in das 2 Sterne Hotel de la Domerie.
Bestelle mir einen Café für 2,00€ und frage nach Mineralwasser. Die Dame bringt mir das Wasser ich gebe ihr 20€, sie kommt zurück, legt mir 12 !!! Euro hin und geht.
Sie hat mir für 1,5 Liter stilles Wasser tatsächlich 6 Euro abgeknöpft. Das gleiche Wasser hatte ich heute früh im Geschäft für 51 Cent gekauft. Da ich noch viele Kilometer laufen muss behalte ich das Wasser, … und dieses Café in schlechter Erinnerung. Ich bin sprachlos wie Pilger ausgenommen werden. Ich wünsche dem Hotel eine schnelle Pleite.

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Tag 9, 08.Juli 2016

Saint-Chély-d´Aubrac nach Saint-Côme-d´Olt, 16,92 km, ⬆️ 263m, ⬇️ 705m
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Heute früh sind es 20 Grad bei leichter Bewölkung.
Die Nacht war zu warm, und ich hatte dadurch schlecht geschlafen.
Heute versuche ich von Saint-Chely-d’Aubrac nach Espalion zu laufen.das sind ca. 25 km, dort werde ich einen Tag aussetzen und mich erholen. Bei über 30 Grad nicht einfach.

16:30
Da habe ich die letzten 8 km nicht geschafft. Na dann eben morgen. Morgen wird es ein kurzer Ausflug bei gleichen Temperaturen. Der heutige war ganz angenehm wenn auch für Knie und Hand nicht ohne. Ich habe eine schöne Herberge mit Halbpension …. Was will man mehr.

In der Herberge ist es sauber, es ist schön und es wird für die Pilger gekocht. Man spricht deutsch und englisch.

Tag 10, 09.Juli 2016

Saint-Côme-d´Olt nach Espalion, 8,00 km, ⬆️ 74m, ⬇️ 84m
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Klarer Himmel bei 15 Grad, heute werden 32 Grad erwartet bei wolkenlosen Himmel.
Ich werde heute gemütlich von Saint Come d’Olt nach Espalion wandern. Das sind nur ca 8 km und dort den Tag verbringen. Übermorgen geht es dann weiter. Meine erste Auszeit nach 10 Tagen.

Nichts mit 2 Nächte 😞, im Gite darf ich nur 1 Nacht , und ich bin nicht bereit in einem einfachen 1* Hotel 130€ zu bezahlen. Dann laufe ich eben morgen weiter. Dieser Ort hier ist sehr schön…. Französisches Kleinstadt Flair.

Es war heute ein entspannter Tag und ich denke ich habe mich erholt.
Morgen gehts weiter bei 34 Grad. Also laufen ohne Etappenziel.

Tag 11, 10.Juli 2016

Espalion nach Estaing, 18,07 km, ⬆️ 415m, ⬇️ 435m
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Heute habe ich mal verschlafen und gehe erst um 9:00 auf den Weg. Noch sind es 14 Grad bei wolkenlosen Himmel. Es werden heute 34 Grad, mal sehen wie ich den Tag überstehe.

Ich bin jetzt in Estaing gelandet. Es gibt nicht ein freies Bett , alles ist reserviert von “ Fake Pilgern “ die ohne Rucksack laufen und ihn vorschicken in die Herberge wo sie reserviert haben. Dadurch haben Pilger mit Rucksack keine Chance ein Bett zu bekommen. Es ist nicht schön aber auch nicht zu ändern.
Eine Dame sprach mich an in feinster französischer Sprache, das sie was organisieren kann. Tat sie auch. Nun habe ich ein Bett in einem Campingwagen …. Ist ja mal was anderes. Und der Eigentümer spricht genauso gut deutsch oder englisch, wie ich französisch. Hat aber funktioniert. Nette Franzosen.
Und Dusche und Toilette sind sehr groß und sauber.


Allerdings muss ich um etwas zu essen und trinken zu bekommen 3 km in den Ort laufen, und wieder zurück. Und morgen früh wieder in den Ort.

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Was sind für mich “ Fake- oder TUIpilger “ ?
Fake-oder TUIpilger sind für mich Menschen, die mit ihren kleinen Täschchen und einer Riesigen Jakobsmuschel mit hohen Schuhen oder Flip Flops, und mit einem Outfit für die Stadt oder zum Shopping versuchen den Jakobsweg Abschnittsweise entlang zu spazieren . Dabei werden schwierige Passagen umgangen. Der Reisebus ist immer dabei ( falls einer nicht mehr laufen kann ). Wichtig ist denen, das sie ihren Stempel bekommen. Ich finde es nicht gut. Da ich aber Pilger bin, werde ich das akzeptieren. Frei nach Friedrich Wilhelm II König von Preußen „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“

Ärgerlich ist nur, das diese Leute immer als erstes am Ziel sind und uns Pilger dann die Betten wegnehmen. Aber vielleicht ist das auch eine Prüfung. Ich muss versuchen über den Dingen zu stehen und andere nicht zu verurteilen. Jeder wie er kann oder möchte.
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Tag 12, 11.Juli 2016 

Estaing nach Golinhac, 15,87 km, ⬆️ 620 m, ⬇️ 296 m
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Die Nacht im Camping Wagen war erstaunlich angenehm.
Jetzt um 7 Uhr ist hier ein Gewitter und es regnet bei 18 Grad.
Heute geht es …. Oder sollte es, von Estaing nach Golinhac und weiter Richtung Conques gehen.

Heute ist mir das laufen sehr schwer gefallen, ab und zu regnet es, und es ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Es riecht wunderbar nach Kräuter und frisch gemähtem Gras. Ich lief immer nur ein paar Meter dann Pause … Und das die ganze Wegstrecke. Es war eben nicht mein Tag .


Ich bin jetzt in einer Gite kurz vor Golinhac, weiß aber noch nicht ob ich hier bleiben darf. Das klärt sich erst gegen 17:00 Uhr. Eigentlich wollte ich in die Stadt hinein, aber ein kräftiges Gewitter ließ mich hier halt machen.

Tag 13, 12.Juli 2016

Golinhac nach Conques , 27,19 km, ⬆️776 m, ⬇️ 1182 m
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Heute früh regnet es bei 15 Grad.
Ich laufe heute ( wenn das Wetter es zulässt) von Golinhac nach Conques.


In Conques schlafe ich im Kloster. Alles ist sehr sauber, alle sind sehr nett. Leider kam ich zu spät und ich bekomme nichts mehr zu essen. Kein Problem denke ich, … denke ich! Dieser Ort ist so etwas wie Disneyland. Touristen über Touristen. Dann gegen 17:00 Uhr ist es als wäre ein Film zu Ende. Alle sind plötzlich weg, alle Cafés und Restaurants sind zu. Pilger haben den Ort, der wirklich sehr schön ist für sich alleine. Also finde ich nur noch ein einziges Restaurant gegenüber dem Eingang der Kirche. ich bestelle mir (ohne auf die Karte zu sehen) ein großes Bier, Bratwurst und Pommes. dann die Rechnung. 😡Macht dann fast 40 !!! Euro. Preiswert geschlafen, teuer gegessen.            Falls mal einer von euch in Conques im Kloster übernachten sollte, werdet ihr gefragt ob ihr ein Lunchpaket für den nächsten Tag möchtet. Nehmt es ! Für 5 Euro sowas von reichlich und lecker.

Tag 14, 13.Juli 2016

Conques nach Decazeville , 25,00 km, ⬆️928 m, ⬇️ 980 m                                                                                                                  Um meine heutige Strecke auf Runtastic zu verfolgen, klicke hier!

11 Grad und leicht bedeckt. Ideal um gleich in der ersten Stunde 300 Höhenmeter zu bewältigen.
Heute geht es von Conques nach Decazeville ca 22 km … Ungefähr 915 m aufwärts und 1 km abwärts. Ich hoffe ich schaffe das.


Heute war nicht mein Tag. Ich habe nur in der ersten Stunde Pilger gesehen. Irgendwie  sind dann alle an mir vorbei gezogen. Es ging gleich zu Anfang 350 Meter hoch auf Ziegenpfaden auf einer Länge von ca 1,5 km. Oben angekommen war dann niemand mehr da. Ich dachte endlich oben, das schlimmste überstanden, … weit gefehlt… Gleich ging es wieder steil herunter. Und so war es heute gefühlt die ganzen 25 km. Erst zum Schluss traf ich auf einen Pilger aus Salzburg ansonsten heute niemanden.

Heute habe ich den Méridienne verte überschritten.


Ich habe aber mein Ziel erreicht und eine schöne Unterkunft.

Tag 15, 14.Juli 2016

Decazeville nach Felzins , 19,65 km, ⬆️ 605 m, ⬇️ 548 ,
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Heute früh  sind es 10 Grad und  es ist trocken.
Ich habe wieder verschlafen und schlendere gegen 9 Uhr los Richtung Figeac mit Stopp in Felzins wo ich ein Quartier für die Nacht habe. Das sind ca 22 km, und ungefähr 600 Höhenmeter .

Die ersten Kilometer gingen nur aufwärts. 3,5 km Strecke in 1,5 Stunden…. Rekord im langsam wandern… ich hab ja alle Zeit der Welt.


Dafür dufte ich jetzt die ganze Strecke wieder bis zum Fluss Lot runter…. und dann fängt alles wieder von vorne an.
Angekommen in Felzins in einer traumhaften Gites. Ich habe heute mal ein Zimmer für mich alleine ( bis jetzt). Diese Gites war bisher eine der schönsten des gesamten Camino, … und das Essen ein Traum.
Der Tag war dann doch nicht so schlimm, nur die ersten Kilometer. Dann wurde es hügelig und die Aussichten waren Traumhaft. Alles in allem ein toller Tag den ich auch etwas vertrödelt habe. … Bin ja nicht auf der Flucht.

Tag 16, 15.Juli 2016

Felzins nach Figeac, 12,99 km, ⬆️ 193 m, ⬇️ 254 m
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Bei  9 Grad und Sonne geht es nach Figeac wo ich meine erste Auszeit machen werde. Vielleicht 2 oder 3 Tage, …. je nach Lust und Laune.


Es war heute ein lockerer, schöner und kurzer Lauftag. Die 13 Km waren bei noch angenehmen Temperaturen und leichtem Wind gut zu absolvieren. ich habe in der Altstadt, direkt am Marktplatz ein schönes Hotel ( Hôtel Champollion ) gefunden, mit eigenem Bad, Handtücher, richtigem Bett, Bettwäsche…. kurzum man freut sich über sonst so selbstverständliche Dinge und lernt diese wieder zu schätzen. Ich lasse es mir bis Sonntag hier gutgehen, und werde diese schöne Stadt geniessen.
Da sitze ich in der Markthalle und bestelle mir etwas zu essen ( preiswert und gut ) , der Laden ist voll. Und nun kommt eine Dame und fängt an zu fegen… immer schön den Staub aufwirbeln und rauf auf das Essen. Sieht man hier nicht so eng  😊.

Tag 17, 16.Juli 2016

Ruhetag

Es ist heiß. Im Hotel Champollion habe ich Gott sei dank eine Klimaanlage.
Dieses Hotel ist Pilgerfreundlich. Nach Vorlage des Pigerpasses bekommt man außer den Stempel auch noch einen Nachlass. Nur das Frühstück sollte man in der Stadt geniessen. Das ist im Hotel im Treppenhaus / Flur wo die Tische stehen nicht so schön.


Meine heutige “ to do list “
Café trinken, Menschen beim Einkaufen auf dem Markt beobachten,
Am Fluss sitzen, die Füße im kalten Wasser, Lesen, Einfach mal nichts tun und vielleicht mal nicht an meinen Sohn denken. Die totale Entspannung.

Tag 18, 17.Juli 2016

Figeac nach Grealou,  29,91 km, ⬆️ 749 m, ⬇️ 565 m
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Die Ruhetage haben mir gutgetan. Ich bin erholt … Fragt sich nur wie lange . Heute werden es um die 33 Grad und nur Sonne.
Meine heutige Strecke ( theoretisch ) von Figeac nach Cajarc, Ca 32 km . Schauen wir mal 😎😅😅😅🌴🎋
Ich bin um 7:00 Uhr aufgestanden. Dann zwei Kaffee , duschen, anziehen und los. Ich hatte aber keine Lust und kam nur ein paar Straßen weiter . Bis zum nächsten Café, ich sagte mir “ was soll ich hetzen“ und bestellte mir noch einen Café. Ich wollte bezahlen, da kommt ein Franzose und bietet mir eine Mini Apfeltasche an. Ich nahm sie gerne an, … und bestellte mir nochmals einen Café 😊. Also kam ich erst um 10:00 Uhr los.


Der Weg war die ersten Kilometer angenehm wenn auch anstrengend.
Nach 13 km … Es war schon heiß dachte ich mir, Ende für heute ich suche mir eine Herberge in Brengues etwa 1 km abseits des GR 65. Dann begann die Katastrophe… Ich lief den rot/weißen Zeichen hinterher, nicht ahnend das der GR 6 die gleichen Farben wie der GR 65 hat . Kurzum ich habe mich sowas von verlaufen bei 38 Grad … Ohne Wasser. Insgesamt 13 km und 4 Stunden später hatte ich dann meinen Weg wieder gefunden. Mir wurde ständig schwarz vor Augen, dacht “ wenn ich hier jetzt umkippe dann finden mich vielleicht morgen irgendwelche Wanderer „. Und ich hatte immer noch keine Herberge. Abends um 9 bei brütender Hitze fand ich dann eine Gites geführt von Schweizerinnen. Dort wurde ich herzlich aufgenommen, und bemuttert. Als erstes gab es erst mal mehrere Liter Wasser mit Sirup um meine Wasserhaushalt wieder aufzufüllen. Ich richtig dehydriert und unterzuckert. Dann zogen sie mir die Schuhe aus und packten meine Füße in kaltes Wasser, nasses Handtuch auf den Kopf. Ich war auch völlig überhitzt. Ich bin dankbar für diese Hilfe.

Ich mache hier nochmals eine Auszeit und überlege wie es nun bei dieser Hitze weitergeht.
Dann auch noch Probleme mit meinem Rucksack der rechte Träger verdreht sich und drückt in die Brust was ziemlich schmerzhaft ist. So kann ich nicht weiterlaufen. Ein neuer muss her. Ich habe zwar Garantie… Nutzt hier aber herzlich wenig. Das ist ärgerlich, aber quälen muss ich mich nicht.
Nun habe ich ein paar Tage mal keine Medikamente genommen, weil ich dachte geht auf dem Jakobsweg ja auch ohne…. weit gefehlt. So ein CRPS ist doch sehr schmerzhaft 😢 . Problem: nehme ich heute Abend Palexia kann ich morgen bei der Hitze nicht laufen und nehme ich es nicht, habe ich ziemliche Probleme mit meiner Hand . Egal wie …. es ist falsch 😢😢😢

Die Herberge Atelier Des Volets Bleus ist fantastisch. Solch eine Herzlichkeit, Ruhe, leckeres ( vegetarisches ) Essen und Sauberkeit hatte ich noch nicht oft in Frankreich. Es lohnt sich dort zu übernachten.

Tag 19, 18.Juli 2016

Ruhetag
Atelier Des Volets Bleus


Ich werde meinen Jakobsweg bis September unterbrechen. Unterbrechen! Nicht abbrechen! Es geht über meine Kräfte bei Temperaturen bis 45 Grad in der Sonne. Ich tue mir nichts gutes wenn ich vor lauter Stolz oder falschen Ehrgeiz versuche etwas zu machen was ich gesundheitlich nicht schaffe. Es ist nicht einfach das einzugestehen… Aber ich muss realistisch sein. Heute habe ich nichts getan außer wieder auf die Beine zu kommen. Danke Esther, danke Gaby für eure Herzlichkeit und Hilfe.

Tag 20, 19.Juli 2016

Grealou

Die Ruhetage in Grealou haben mir gutgetan. Ich wurde richtig umsorgt, ich mag hier garnicht weg.


Den Tag verbrachte ich mit Gaby, die mir die Umgebung zeigte. Die Umgebung des Lot ist wunderschön.

Tag 21, 20.Juli 2016

Grealou


Ich habe heute wieder einen schönen Tag im Lot Tal und der Umgebung verlebt.

Tag 22, 21.07.2016

Grealou


Heute geht es zurück nach Berlin, mit dem Nachtzug über Paris. in 6 Wochen bin ich wieder hier.

07.August 2016
Zwischenruf

In 3 Wochen geht es weiter auf der Via Podiensis dem Französischen Jakobsweg. Ich musste mir neue Schuhe Kaufen. Die alten Lowa Renegate hatten nun schon über 2.000 km auf dem Tacho, sie können nicht neu besohlt werden. Die neuen Lowa Predazzo GTX kosten so um die 230 Euro, lassen sich dann aber auch bei Lowa neu besohlen. Das heisst die komplette Sohle, also alles bis auf das Leder wird erneuert… für 75 Euro. So ist das dann doch preiswert. Pech hatte ich mit meinem Ospreys Kestrel 58 Rucksack. Da hatte sich der rechte Träger verdreht und drückte in die Brust was sehr schmerzhaft ist. Ich habe den Reklamiert, er wurde eingeschickt und irgendwie nachgenäht. Leider ohne Erfolg. Nochmal reklamiert. Nach 3 Wochen hieß es ich laufe schief…. ? …. na wenn die meinen. Jedenfalls wurde weder die Trägereinheit erneuert noch gab es einen Gutschein oder sonst was. Mit anderen Worten ich habe Pech gehabt und Ospreys in sehr schlechter Erinnerung. Also habe ich mir einen Deuter zugelegt und bin mit dem sehr zufrieden.

Tag 23, 31.August 2016

Warten auf den Zug nach Paris.


Heute beginnt der 2.Teil meines Jakobsweges auf der Via Poediensis nach Santiago de Compostela.
Ich komme heute Abend in Figeac, wo ich meine Pilgerreise unterbrochen hatte an. Gaby aus Grealou holt mich am Bahnhof ab. Wir gehen noch etwas essen und trinken. Je nachdem wie ich Lust und Laune habe werde ich dann Donnerstag oder Freitag den Weg fortsetzen. Es sind ja nur noch knapp 1.500 Kilometer bis zum Ziel 😊.

Tag 24, 01.September 2016

Grealou
Erst mal ankommen

Heute ist erst mal Rucksack packen angesagt. Morgen oder Übermorgen möchte ich dann doch loslaufen. Wenn ich so weiter trödele, ( und das wird auf diesen Camino sicher noch das eine oder andere mal passieren ) komme ich erst Weihnachten in Santiago an. Auch wenn es mir schwerfällt die wunderbare Gaby und die reizende Esther zu verlassen. Ich muss weiter.   

Tag 25, 02.September 2016

Grealou


Heute war ich mit Gaby auf dem Markt in Cajarc. Französische Märkte sind herrlich. Wie im Film. Nach dem Einkauf zurück in Grealou sitzen dort 3 Pilger und warten darauf ein Bett zu bekommen. Die 3 Pilger / Innen heißen… Stefan, Viktor und Daniela. Diese 3 werden mich ein Stück weit auf meinen Camino begleiten. Und diese drei waren und sind ein wertvoller Teil meines Caminos geworden. Wir hatten vor allem auch eine Menge Spass miteinander.

Tag 26, 03.September 2016

Grealou nach Cajarc, 13,90 km, ⬆️ 151 m, ⬇️ 385 m                                                                                                                   Um meine heutige Strecke auf Runtastic zu verfolgen, klicke hier!

Nun ging ich tatsächlich los… wer hätte das gedacht. Erstes Ziel, der erste Etappe, des 2. Teils ist: Taraaa… Cajarc. Und wieder sind hohe Temperaturen und knallige Sonne angesagt. Es ist aber Egal, die Landschaft entschädigt für alles.

Eigentlich wollte ich ja noch weiter…. aber der Lot mit seinem schönen klaren und kühlen Wasser lud dann zum baden ein. Also baden, …. und da bleiben.

Tag 27, 04.September 2016

Cajarc nach Limogne-en-Quercy, 13,44 km, ⬆️ 220 m, ⬇️ 229 m
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Heute bin ich ganz entspannt los gepilgert. Durch herrliche Landschaften und Dörfer. Eine kurze Strecke, mit wenig Steigungen. Also eine Strecke zum warm werden für die kommenden Tage.

Tag 26, 05.September 2016

Limogne-en-Quercy nach Lalbenque, 23,56 km, ⬆️ 231 m, ⬇️ 292 m
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Es ist heute früh angenehm kühl. 11 Grad und wolkenlos, es werden aber noch 29 Grad.
Mein Weg führt mich heute von Limogne-en-Quercy nach Bach. Die Strecke ist mit 14 km ziemlich kurz. Vielleicht laufe ich noch weiter . Aber erst mal ankommen .
Ich habe vor 1 Stunde den Ort Bach hinter mich gelassen und laufe Richtung Cahors . Das heißt 18 km habe ich schon und ein paar müsste ich noch laufen…. Da habe ich schon wieder am Zeiger gedreht. Ich nehme mir einfach Zuviel vor. Mal sehen wie weit ich komme.

Angekommen in Lalbenque in einer schönen Gite … Mit Wifi , kann dann mal ein paar Bilder hochladen.                                                                                                                               Und mit wem Übernachte ich da? Mit Daniela, Stefan und Viktor. Wird bestimmt schön heute Abend.

Tag 27 , 06.September 2016

Lalbenque nach Cahors, 21,01 km, ⬆️ 315 m, ⬇️ 426 m
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Heute früh 18 Grad und sonnig, es werden 33 Grad…. Ideales Wetter für eine kurze Tour.

… Soviel zur kurzen Tour … Bei 33 grad und wenig Schatten . Es war heute ein harter Weg . Gefühlt ging es nur aufwärts . Tja 😊 bisschen viel Übergewicht der Mann. Und dann noch eine Eidechse aus einem Waschbecken gerettet… jeden Tag eine gute Tat.

IMG_1468

Habe endlich meinen Oldtimer gefunden ! Hier und da etwas Farbe, … und ein paar Kleinigkeiten 😊

Und in Cahor wieder mit Daniela, Stefan und Viktor zusammen. Freu mich jedes mal auf die drei 😊.

Tag 28, 07.September 2016

Cahors nach Sainte-Alauzie , 26,60 km, ⬆️ 480 m, ⬇️ 461 m
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Heute ist wieder ein heißer Tag mit bis zu 35 Grad . Daher kommt für mich nur eine kurze Strecke in Frage. Ich laufe von Cahors nach Lascabanes ca 23 km . Ist es zu heiß wirds weniger. Es gibt ziemlich hohe Anstiege die ich bewältigen muss .


9:10 Uhr …. Sitze immer noch im Café 😊
Es ist jetzt 14:30 und ich bin in Labastide-Marnhac angekommen. Zwischendurch traf ich Daniela 😊 und lief mit ihr ein Stück zusammen. Sie ist nun weiter weil ich eine Pause brauche. … Und ich habe hier bei 33 Grad, erst die Hälfte des Weges geschafft. Wird ja noch lustig 😰                                                                                                                                       In Lascabanes war alles besetzt.
Also sind Daniela und Ich weiter nach Les Vignals gelaufen. Und hier teile ich mir mit Daniela ein Bett in einem Zimmer ( Keine blöden Sprüche bitte ). Es war absolut nichts mehr frei. Der Abend war mit den anderen Pilgern sehr schön. Und die Landschaft ist …. sagen wir mal… ich möchte auf diesem Weg keine Eichen mehr sehen. Seit 3 Tagen nur Eichenwald unterbrochen von Wacholder . Ist dann auch eine öde Sache.

Tag 29, 08.September 2016

Lalbenque nach Lauzerte, 30,60 km, ⬆️ 475 m, ⬇️ 437 m
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Heute früh 18 Grad, bewölkt und es soll ab und zu etwas regnen bei bis zu 25 Grad.
Heute mache ich eine kurze Tour von Les Vignals nach Montcuq.
Die Nacht mit Daniela im Doppelbett war etwas ungewohnt ( wie gesagt, spart euch die Kommentare bitte ). Ich lag immer an der Bettkante um ihr bloß nicht zu nahe zukommen und ihr und mir soviel Privatsphäre zu geben wie möglich . Ist komisch mit einer fremden Frau in einer Koje zu schlafen. … Pilgerleben … Eben.

Und nun nach 2 km habe ich mich von ihr verabschiedet und hoffe Sie, Viktor und Stefan wieder zu sehen. Ich hänge wieder mal in einem Café und genieße den Moment alleine zu sein und meinen Gedanken nach zugehen.

Kleiner Zwischenbericht: Ich habe mich verlaufen 😊
Stellt euch einen Ort in Frankreich vor wo richtig was los ist.
ICH BIN DAVON AM WEITESTEN WEG😊😊😊.
Noch 1 Stunde Fußmarsch.

Tag 30, 09.September 2016

Sainte-Alauzie nach Moissac , 29,90 km, ⬆️ 386 m, ⬇️ 534 m
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Wetter ist sehr gut zum pilgern
Es werden heute 27 Grad und heiter bis wolkig.
Meine heutige Tour geht von Lauzerte nach Moissac, ca. 27 km
Ich hoffe ich packe das.
Morgen nehme ich mir eine Auszeit.


Statusbericht: bin in Moissac am Stadtrand angekommen. Schleppe mich noch die letzten 2,5 km bis ins Zentrum 😊

Ich habe es geschafft, knapp 30 km in 10 Stunden inclusive Pausen
Wäsche in die Wäscherei gegeben, beim Barbier gewesen, beim Optiker Brille reparieren lassen, schönes Hotel für 2 Tage gebucht ( mit Klima 😊), euch die netten Zeilen geschrieben… usw. Glücklich😊

Und wieder Stefan, Viktor, Daniela und Gaby getroffen.
Gleich geht’s in die Pilgermesse , dann essen und das war es für heute.

Tag 31, 10. September 2016

Moissac
Ruhetag


Schönes Wetter heute für eine Auszeit. Ich laufe erst Montag weiter und lasse die Seele baumeln.

Tag 32, 11.September 2016

Moissac
Ruhetag

Nachdem ich mich genug ausgeruht habe und Stefan meinen Ballast mitgegeben habe ( er unterbricht hier seinen Jakobsweg und fährt mit gaby zurück nach Grealou ) werde ich morgen früh bei schönstem Badewetter allein weiterlaufen. Heute war Verabschiedung von Gaby, Stefan und Viktor. Gestern schon von Daniela…. Alles Personen an die ich wohl sehr lange denken werde. Ich werde euch wiedersehen … Versprochen.


… Und nun das Wetter für morgen: herrlich 😎

Tag 33, 12.September 2016

Moissac nach Auvillar , 23,07 km, ⬆️ 137 m, ⬇️ 90 m,                               
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Heute geht es bei 36 Grad und Sonne pur von Moissac ins 23 km entfernte Auvillar. Der Weg ist einfach, weil er über viele Kilometer an einem Kanal, einem ehemaligen Treidelweg entlang geht. Ich denke es wird gut.

Pause
16 km habe ich geschafft 😊. Der Weg entlang am Kanal erinnert mich irgendwie an Holland. Und dann die Platanen ( meine Lieblingsbäume ) so riesig, Und sie spenden Schatten und es macht Spaß unter ihnen zu laufen.

Man beachte das schöne alte AKW ( nuclear power station ) ganz links im Bild … Vielleicht strahlen deswegen alle Leute hier ? 😊

Tag 34, 13.September 2016

Auvillar nach Castel Arrouy , 24,25 km, ⬆️ 425 m, ⬇️ 433 m
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Heute früh ist es bei 21 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit schon sehr schwül. Es sollen 34 Grad werden mit anschließendem Gewittern und Regen .
Daher führt mich mein heutiger Weg nicht in einen bestimmten Ort, sondern Richtung Spanien 😊. Ich weiß nicht wo ich heute ankomme. Das entscheidet das Wetter. Ich möchte schon 20-30 km laufen.


Die letzte Nacht war zu warm und an erholsamen Schlaf war nicht zu denken. Es kann ja nur besser werden .
Bisher war der Weg sehr entspannt 😊

Echt super 😞 …. Mein Bett heute

Bis nach Miradoux war die Welt noch in Ordnung. Im ganzen Ort nicht ein Bett , in keinem Hotel ein Zimmer frei.
Also 5 km weiter in den nächsten Ort, nach Castet-Arrouy….. Auch dort alles besetzt. Aber ich bekam noch ein Zelt und Mitbenutzung der Dusche, Küche usw.
Da es heute Abend noch Gewitter gibt, wird die Nacht noch lustig.
Heute habe ich mal versucht bei Runtastic die Pausentaste zu drücken…. Ist mir gelungen, nur viel mir nach ein paar Kilometer ein das ich beim beenden der Pause wieder die Taste drücken muss 😡 also fehlen mir so 3-4 Kilometer. Fazit: Ich darf die Pausentaste nicht drücken 😊

Übernachtung und Petit déjeuner kosten hier 8€ und damit ich bei meinem Schnitt von 65€ bleibe gehe ich jetzt lecker Essen 😊😊. Danach dann “ Heiabubu“

Tag 35, 14.September 2016

Castel-Arrouy nach La Romieu , 33,03 km, ⬆️ 740 m, ⬇️ 634 m
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Die Nacht im Zelt war erstaunlich gut. Trotz der starken Regenfälle und Gewitter habe ich geschlafen wie ein Baby.

Heute früh sind es 16 Grad, wolkig und es soll bei 20 Grad Höchsttemperatur ab und zu regnen.
Mein heutiger Weg führt mich von Castet-Arrouy nach Lectoure und, da der Weg ziemlich kurz wäre dann noch darüber hinaus.

Kleiner Zwischenbericht: ich habe 23 km hinter mir, und bin in Marsolan. Wie befürchtet gibt es kein freies Bett alles reserviert von einer großen Gruppe die mit Rollkoffern “ pilgern “ . Ich muss mir was überlegen wie ich die loswerde. Ich komme sonst nie zu einem Bett . Das eigentliche Problem ist, das die Via Poediensis auch gleichzeitig der Fernwanderweg GR 65 ist. Da gibt es schon mal Stau in der Rush hour.
Ich werde leider weiter pilgern müssen ins 10 km entfernte La Romieu . Geht etwas über meine Kräfte. Es regnet leicht und die Wege sind schlammig.

Grünabfälle in die Biotonne 😊😊😊 die machen hier alles richtig.

Tag 36, 15.September 2016

La Romieu nach Condom , 13,57 km, ⬆️ 239 m, ⬇️ 366 m
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Heute früh ist es mit 11 Grad richtig kalt. Es erwartet mich dann aber ein angenehmer trockener Tag .


Heute wirklich eine kurze Tour von La Romieu nach Condom etwa 12 km und dort bleibe ich heute . Vielleicht finde ich ja zufälligerweise eine nette Unterkunft 😊

100 m weiter ist die Brücke Le Pont d’Artigue … Von dieser Brücke aus sind es noch genau 1.000 Kilometer bis nach Santiago de Compostela . Schade das sie gesperrt ist.

12:00 Uhr in Condom angekommen und sofort in einer schönen Gite ein Bett bekommen. Hat ja heute mal gut geklappt 😊
Heute Abend wird selbst gekocht! Einfach mal Nudeln mit Tomatensoße 😊 nichts weiter

Tag 37, 16.September 2016

Condom nach Montreal, 20,20 km, ⬆️ 389 m, ⬇️ 372 m
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Es ist wolkig bei ca. 20 Grad es soll trocken bleiben … Ein guter Tag zum laufen.
… Und wärend ich das schreibe, fängt es an zu regnen 😢. Danke Deutscher Wetterdienst für eure Vorhersage … Anscheinend aus der Zeitung abgeschrieben was?
Ich pilgere von Condom in Richtung Montreal-du-Gers. Dort sollen aber alle Gites voll sein. Also werde ich noch weiter müssen. Jetzt nach Wetterlage laufe ich zwischen 17 und 33 km


Angekommen in Montreal und doch ein Bett bekommen 😊

Tag 38, 17.September 2016

Montreal nach Eauze, 19,06 km, ⬆️ 237 m, ⬇️ 191 m
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Heute wird es heiter bis wolkig bei 19 Grad, schönes Wanderwetter. Es geht von Montreal nach Eauze. Ca 20 km.


Bis jetzt ist alles glatt verlaufen und ich hoffe das es so bleibt.

Tag 39, 18.September 2016

Eauze nach Nogaro, 23,22 km, ⬆️ 319 m, ⬇️ 392 m
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Heute früh ist es mit 9 Grad richtig kalt . Wetter wird wie gestern . Muss das erstmal mit langer Hose und Softshell Jacke loslaufen.
Es geht von Eauze nach Nogaro ca. 21 km nur kurze kleine Steigungen . Ich hoffe auf einen entspannten Tag.

Und langsam kommt die Fragen aller Fragen … Camino Frances?, Oder Camino Primitivo?, Oder Camino del Norte? Richtung Saint Jean Pied de Port ? Oder Richtung Biarritz? Schwierige Entscheidung, ich tendiere aber eher zum Camino del Norte, immer am Atlantik lang.

Tag 40, 19.September 2016

Nogaro nach Aire-sur-l’Adour, 30,62 km, ⬆️ 296 m, ⬇️ 321 m
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Das Wetter ist … Frühherbstlich.
Heute laufe ich von Nogaro in Richtung Aire-sur-l’Adour ca. 28 km . Dort setze ich aus. Ich muss dringend meine Achillessehnen schonen. Sonst wird das nichts mit Spanien . Ich neige immer mehr dazu doch den Camino del Norte zu gehen. Den Camino Frances hatte ich schon letztes Jahr , und ich möchte den Rummel ausweichen.


Angekommen in Aire-sur-l’Adour
War heute hart der Weg … im wahrsten Sinne des Wortes . Über die Hälfte des Weges Asphalt . Ich muss auf meine Knie aufpassen.

Tag 41, 20.September 2016

Aire-sur-l’Adour
Ruhetag

Heute habe ich Gaby aus Grealou getroffen. Sie hat Urlaub und läuft mit ihrem Hund und mir bis nach Saint-Jean-Pied de Port mit. Wird lustig ( oder auch nicht ) … eine Pilgerin mit Hund. Wollte ja eigentlich alleine laufen. Ich lass mich überraschen. Heute ist erst mal Pizza angesagt 😊

Tag 42, 21.September 2016

Aire-sur-l’Adour nach Miramon -Sensacq, 23,11 km, ⬆️ 323 m, ⬇️ 262 m
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Der heutige Tag war vom Wetter her sehr angenehm mit ca 24 Grad und Sonne .     Der Weg dafür ziemlich öde. Von den 23 gelaufenen Kilometern waren gefühlte 30 Kilometer ausschließlich über Asphalt zwischen Maisfeldern.
Ich habe hier in der Pampa weder Internet noch Telefon und schicke die Fotos dann aus Saint Jean Pied de Port.
…Und es ist genau so wie ich befürchtete, mit Hund in einer Herberge wird schwierig. Klappt aber irgendwie. Und auch das laufen mit dem Hund geht einfacher als ich dachte.

Er hat tatsächlich Satteltaschen umgeschnallt, und muss sein Futter selbst tragen. Gaby hat mir erstmal beigebracht wie man bergauf läuft. Nämlich langsam und dann noch einen Viertel Schritt langsamer. Und es funktioniert tatsächlich. Ich hatte immer versucht schnellstens auf den Berg hochzukommen  um ihn hinter mich zubringen. Da musste ich alle 100 Meter stehenbleiben und hatte gepumpt wie ein Maikäfer. Und wenn ich oben war hatte ich Schnappatmung. Jetzt laufe ich extrem langsam bergauf, und bin schneller am Ziel … ohne mich verausgabt zu haben. Danke Gaby.

Tag 43, 22.September 2016

Miramon-Sensacq nach Arzacq-Arraziguet, 11,21 km⬆️ 261 m, ⬇️ 169 m
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Miramont-Sensacq nach Arzacq-Arraziguet. 16 km ist auf jedenfall zu wenig, deshalb dachte ich, ich lege ich noch eine Schippe drauf und laufe nach Larreule . In der tiefsten Pampa von Frankreich .
Aber heute hatte ich mal so richtig Lust … Nicht zu laufen 😊 es blieb bei 13 km , und …. Es tut mir richtig gut , diese Langsamkeit .


Ich habe ein schönes Hotel die Wäsche ist in der Wäscherei . Mir fehlt es an nichts             ( außer Svenja, Lia und Sascha und der Rest von euch 😊)
Schön hier 😊, einfach nur schön 😊😊

Tag 44, 23.September 2016,

Arzacq-Arraziguet nach Geüs-d’Arzacq, 19,51 km, ⬆️ 401 m, ⬇️ 540 m
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Heute mal 2 Links, hatte ausversehen auf Fertig statt auf Pause gedrückt.

Von Arzacq-Arraziguet nach Pomps 23 km gelaufen. Es gab unterwegs nichts, außer Maisfelder . Es gab auch nichts zum schlafen. Also auf einem schönen Rastplatz in der (vorhandenen) Hängematte übernachtet .


Es war zwar ungemütlich und kalt, dafür aber ein wunderschöner Sternenhimmel im 1000 Sterne Hotel. Und da ein Wachhund dabei ist kann ich beruhigt einschlafen.

Tag 45, 24.September 2016

Geüs-d’Arzacq nach Arthez-de-Béarn, 12,61 km, ⬆️ 221 m, ⬇️ 
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Es ging  früh ohne waschen, Kaffee oder Frühstück los. Ich bin nun in Artez-de-Bearn und habe noch ein Zimmer bekommen. War aber schwierig .Das Wetter war nicht so aufregend, … genau wie die Landschaft ( Landschaft kann man auch nicht sagen, eher Asphaltweg zwischen Maisfeldern ).


Es gibt nichts zu berichten. Öde ist das richtige Wort. Und der Hund hat auch keine Lust zum laufen. Ist ihm wohl zu heiß unter den Pfoten. Heute hat er die Tagesetappe verlangsamt. Bin ja auch nicht zum rennen hier.

Tag 46, 25.September 2016

Arthez-de-Béarn nach Sauvelade, 19,89 km, ⬆️ 394 m, ⬇️ 501 m
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Das war irgendwie nicht mein Tag . Ich bin um 8:30 losgelaufen, ab 10:00 Uhr dann Gewitter mit teils heftigem Regen … Aber der war wenigstens warm 😊. Unterwegs kamen wir zu einem Sportplatz wo ein Dorffest stattfand. Ich habe mir dort eine Portion Schnecken gekauft … quasi als Mutprobe. Die kleinen schleimigen Dinger waren zwar gebraten, aber ich brachte es nicht fertig die Schnecken zu kauen. Drei Stück habe ich aus der Schale gepult, … und im ganzen geschluckt… mit Würgereiz. Für die Einwohner hier eine Delikatesse, für mich einfach nur eklig.


Tja und nun bin ich in Sauvelade in einer Gite / Hostel und warte auf morgen und besseres Wetter

Tag 47, 26.September 2016

Sauvelade nach Navarrenx, 14,94 km, ⬆️ 286 m, ⬇️ 274 m
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Heute früh ist es neblig und mit 13 Grad recht frisch. Aber es werden noch 24 Grad.
Ich habe in Sauvelade übernachtet in der Gite “ Le Pe’tit Laa “ 😞. Die Übernachtung ging so . Die Duschen mangels Lüftung Verschimmelt ( damit meine ich nicht nur mal eine Fuge, sondern Flächendeckend ). Und das Essen im Restaurant war das bisher schlechteste und teuerste auf der Via Podiensis. Ente aus der Fritteuse, hat geschmeckt wie Pommes,  alles lieblos auf den Teller geworfen. Naja dem Wirt war eben seine Fernsehshow “ Bauer sucht Frau “ wichtiger.  Wenn Ihr da übernachtet, dann kauft euch in der Epicerie lieber Nudeln und kocht selbst.


Kann nur noch besser werden. 😊

Und der Bauch ist schon weniger:


Es war heute ein schöner Pilgertag, gutes Wetter und tolles Intervalltraining … mit den vielen Hügeln.

Tag 48, 27.September 2016

Navarrenx nach Domezain-Berraute, 27,20 km, ⬆️ 664 m, ⬇️ 662 m
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„Irgendwo im Nirgendwo“ … außer Landschaft ( die schön war ) gab es nichts. Keine Herberge, Pension oder Hotel. Gelaufen bis es dunkel wurde. Und dann endlich etwas zum schlafen gefunden. Eine Kuhweide! Mit lauter wilden und gefährlichen Tieren. Also Mücken, Frösche, Eulen, Spinnen, Ameisen und allerlei andere Raubtiere. Gottseidank keine Kühe ,Schafe oder ähnliches. Nur noch essen und trinken und irgendwie das Nachtlager herrichten. Ich war nur noch müde. Und es war ja noch der Labrador von Gaby dabei. Beruhigend.

Tag 49, 28.September 2016


Domezain-Berraute nach Larceveau-Arros-Cibits, 22,04km, ⬆️ 261 m, ⬇️ 313 m
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Heute habe ich wieder statt die Pausentaste auf Fertig gedrückt. Also nochmal Runtastic gestartet. Hat zwar die Daten aufgezeichnet, nicht aber den Wegverlauf. Schade .

Die Nacht war kalt und ich habe auf den einzigen Stein auf dieser Wiese geschlafen. Ich glaube ich brauche mal einen Physiotherapeuten.                                                                     Es ist der vorletzte Tag vor SJPdP.  Wir sind  erst um 10:30 losgelaufen … 😊, jetzt um 12:15 und nur 6 km habe ich keine Lust mehr . Die Landschaft ist wunderschön , ich sitze hier an einer Pilgerraststätte und genieße meinen Kaffee.


Nun sind es ca. 22 km und ich bin in Larceveau-Arros-Cibits. Ich werde in einer Gites übernachten und morgen nach Saint Jean Pied de Port pilgern .

Tag 50, 29.September 2016


Larceveau-Arros-Cibits nach Saint Jean Le Vieux, 18,56 km, ⬆️ 406 m, ⬇️ 386 m
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Angekommen  in einem Vorort von SJPdP namens Saint Jean Le Vieux mit Campingplatz ( den ich nicht gefunden habe ) also wieder draussen schlafen an einem rauschenden Bach in einem Wäldchen. Ich werde das überstehen. Bei meinen Nächsten Pilgerreisen werde ich mir eine Hängematte mitnehmen. Dann ist morgen der erste Teil meines Jakobsweges , die Via Podiensis nach 51 Tagen und ca. 840 km pilgern beendet.
Die letzten 4 Tage waren ohne Internet und teilweise ohne Telefon . Ich war sozusagen und der Uckermark ( Uckermark… ein ziemlich Menschenleerer Landkreis im Bundesland Brandenburg )  von Frankreich 😊. Fotos werden noch nachgereicht.


Morgen geht es in den Ort, von dort aus mit dem Zug nach Biarritz, dort bleibe ich dann 2 Tage und starte anschließend auf den Camino del Norte den  2. Teil meiner Pilgerreise

Tag 51, 30.September 2016

Saint Jean Le Vieux nach Saint-Jean-Pied de Port 2,93 km, ⬆️ 91 m, ⬇️ 102 m
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Ich bin in Saint Jean Pied de Port angekommen und habe die Via Podiensis abgeschlossen. 😊

Gelaufene Kilometer: 838,62 ( reiner Jakobsweg ) Touristisch mindestens …. egal jedenfalls reichlich
Schritte cirka : 1.750.000
Gewichtsverlust : 11 kg

Ich habe auf der Via Podiensis viele liebe Pilger getroffen die mich ( oder ich sie ) ein Stück meines/ihres Weges begleitet haben.  Ich habe versucht den Tod meines Kindes zu verarbeiten. Gelungen ist mir das nicht. Akzeptanz ja. Verstehen nein. Dann das Handicap mit meiner Hand. Ich habe noch einen weiten Weg ( und Operationen ) vor mir um mit diesen Dauerschmerzen klarzukommen. Beim pilgern sind die Schmerzen ja erträglich, man ist abgelenkt und hat zu tun. Aber ich kann ja nicht den Rest meines Lebens pilgern. Mein Fazit zur Via Podiensis / GR 65 : Meist wunderschöne Landschaften, man ist viel alleine. Fast alle Herbergen, Gîtes und Unterkünfte sind für Pilger geeignet. In der Haupt Ferienzeit sollte man vorher buchen um ein Bett zu bekommen. Die Via Podiensis ist in erster Linie ein Fernwanderweg ( GR 65 ) und nicht der Pilgerweg. Das Pilgern ist recht teuer. Ich habe mit den Franzosen fast nur gute Erfahrungen gemacht. Alle waren Nett und Hilfsbereit ( auch wenn ich manchmal übers Ohr gehauen wurde ). Entgegen der Aussagen vieler, spricht man auf der GR 65 als Zweitsprache englisch. Französisch ist nicht erforderlich. Ein paar Worte sollte man schon können. Frankreich ist schön, vor allem die Städte und Dörfer. Es lohnt sich. Drei Herbergen sind mir besonders positiv in Erinnerung geblieben. 1. Le Pentadou in Felsinz. Die für mich schönste Herberge auf den gesamten GR 65. Etwas abseits des Weges ( ca. 1 Km ) aber das lohnt sich. Es ist Erholung pur. Liebevoll eingerichtet, fantastisches Essen. Perfekter Service. Man sollte sich vorab informieren ob was frei ist. 2. Atelier des Volets Bleus in Grealou zwischen Figeac und Cajarc. Herzliche Aufnahme der Pilger und Wanderer. Leckeres Essen. Saubere Betten ( MIT Bettwäsche ! ) . Wohlfühlfaktor 1A. 3. Le Cri de la Girafe in Navarrenx. Tolles Ambiente, herzliche Eigentümer, unvergesslich das gemeinsame Pilgeressen.

Tag 52, 01. Oktober 2016
Auszeit in Biarritz

Am Atlantik die Seele baumeln lassen. Herrlich. Biarritz ist wirklich schön. Ich war in einem schönen Hotel in der 11. Etage und hatte einen Fantastischen Blick auf Biarritz und den Atlantik. Morgens dann zum Frühstück in eine Surfbar direkt am Atlantik und bei einer Tasse Kaffee den Surfern zusehen. Trotz Regen ein Highlight.

Camino del Norte

Tag 53, 02.Oktober 2016

Biarritz nach Hendaye/ Irun

Nachdem ich mich von Gaby aus Grealou und ihrem Hund verabschiedet habe mache ich mich auf den Weg. Von Biarritz nach Hendaye bin ich mit der Bahn gefahren. Und von Hendaye mit der Strassenbahn über die Grenze nach Irun. Meine erste Pilgerherberge in Irun war leicht zu finden. Sie ist sehr beengt in einer grossen Wohnung. Aber sie ist sauber, der Hospitalero sprach deutsch, englisch, französisch und spanisch. Rucksack abgestellt und erst mal los auf den nächstgelegenen Platz in eine Bar und ein Bier bestellt. Mal abgesehen davon das Spanien um einiges preiswerter ist als  Frankreich, verstehe ich auch die spanische Sprache besser. Ich bin froh in Spanien zu sein … und ich bin gespannt auf das was nun kommt. Es sind doch jetzt mehr Pilger unterwegs, zumindest war die Albergue sehr voll mit Pilgern. Hatte ich schon lange nicht mehr.  Irun ist ja auch der Ausgangspunkt für den Camino del Norte.

Tag 54, 03. Oktober 2016

Irun nach San Sebastian, 30,04 km, ⬆️ 1414 m, ⬇️ 1407 m
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Heute war der Camino besonders hart. 1,4 km die Pyrenäen hoch und genauso viel  runter … Das hatte ich das letzte mal im Zentral Massiv am Beginn meiner Pilgertour in Frankreich . Und das bei Temperaturen von bis zu 28 Grad.


In Pasaia durfte ich dann das erste mal seit dem ich Pilgere mit dem Boot fahren. der Jakobsweg geht nur mit der Fähre. War ein Erlebnis. Auf der anderen Seite angekommen habe ich erstmal eine Pause gemacht. Bocadillo mit Serono und ein Bier … Lecker … Dann Gin es weiter an einem nicht enden wollenden Kai. Am Ende der Kaimauer ging es Steil den Berg hoch. Gefühlt Tausend Stufen, über Treppen die schon die Römer benutzt hatten.


In San Sebastian angekommen dachte ich ich hätte es geschafft. Denkste ! Ich musste dann noch 5 km einmal quer durch die Stadt immer am Strand lang.


In der Herberge/ Jugendherberge angekommen wollte ich Wäsche waschen . Ging aber erst um 22:00 Uhr weil eine nette alte Dame aus der Umgebung genau heute ihren Waschtag hatte und für ihre Familie die Wäsche wusch 😊. Da gehen die Leute in der Herberge Wäsche waschen weil es billiger ist, und der Pilger für den das da ist der hat eben Pech . 😊 Naja um 23:30 war meine Wäsche ja dann fertig. Der Tag war anstrengend aber die Aussicht auf den Atlantik und die Pyrenäen entschädigte für die Strapazen.

Tag 55, 04. Oktober 2016

San Sebastian nach Getaria, 30,30 km, ⬆️ 1042 m, ⬇️ 1001 m
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Das Wetter heute ist Spätsommerlich. Nach dem Frühstück losgelaufen und erst mal verlaufen. Die Wegweiser sind doch hier sehr unklar, also habe  ich erst einmal schön einen Roundtrip durch San Sebastian gemacht.
Heute ist wieder Intervall Training 😊 immer schön hoch und runter . Ich hoffe wieder auf so schöne Aussichten wie gestern. Es wird sehr warm ( bis 27 Grad ) was die Sache nicht leichter macht. Kein einziger Pilger heute, bin anscheinend allein auf diesem Weg.

Immer am Atlantik entlang, eine fantastische Aussicht. in der Nähe von Orio war das laufen etwas beschwerlich, über eine alte Römerstraße laufen. Man muss echt aufpassen das man sich nicht verletzt. Dieser Weg wurde das letzte mal vor ca. 2000 Jahren gepflegt. In Zarautz ging es immer an der Promenade entlang, spektakulär mit den Wellen.  Getaria den Ort wo ich Übernachten will, den sieht man von weitem, nur zieht sich dann das letzte Stück des Weges unendlich hin. In der Albergue Kanpaia habe ich eine schöne Unterkunft gefunden.

Tag 56, 05.Oktober 2016

Getaria nach Deba, 19,56 km, ⬆️ 648 m, ⬇️ 708 m
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Heute ging es von Getaria nach Deba. Die Strecke war kürzer aber die Hügel hatten es in sich. Kurze und sehr steile Anstiege . Rutschige uralte Pflasterwege ( Römerzeit bis Mittelalter ) dazu noch Knieschmerzen … Toller Cocktail 😊
Habe noch keine Unterkunft … Den Schlüssel bekommt man bei der Polizei 😊
Das dringendste was ich brauche ist jetzt ein Satz neuer Sohlen . Habe nach nur 4 Wochen und 600 km die Sohlen meiner neuen Lowaschuhe abgelaufen . War gefühlt auch mindestens 400 km Asphalt . Wenn einer weiß wo hier ein Schuster ( bitte mal im Internet nachschauen )  ist und wie Schuhmacher auf baskisch oder klingonisch geschrieben wird… Ich bin dankbar für eure Tipps.

Tag 57, 06.Oktober 2016

Deba nach  Markina-Xemein, 26,03 km, ⬆️ 1098 m, ⬇️ 1021 m
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An die heutigen 26 km werde ich noch eine Weile denken. Gleich zu Anfang zum warm werden ging es schön steil nach oben… Danach kamen gleich mehrere Hügel wo ich 3 Stunden nur aufwärts ging mit zum Teil schlechten Wegen dafür aber noch steiler . Tja und das gleiche dann nochmal … Aber Bergab 😊 war nicht gut für mein Knie. Es ging heute weg vom Atlantik Richtung Berge.
Heute habe ich mich mal gewogen… Am 1. September zu Beginn der Tour hatte ich netto 115 kg, heute auf einer geeichten Waage waren es inclusive. Kleidung und Schuhe 103 kg also ca. netto 100 kg.😊😊😊 darauf erst mal ein Eis ein Kuchen ein Kaffee und später noch was leckeres .

Tag 58, 07.Oktober 2016

Markina-Xemein nach Gerrikaitz, 14,01 km, ⬆️ 445 m, ⬇️ 343 m
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Heute habe ich zum ersten mal verschlafen. Das heißt ich sitze um kurz vor 10:00 noch im Café und genieße meinen Kaffee 😊 . Heute gebe ich mir kein Ziel vor sondern ich laufe bis dort hin wo es mir gefällt . Egal ob 10 oder 20 km.

So, ich bin heute tatsächlich nur 14 km gelaufen. Der Ort heißt: Munitibar-Arbatzegi-Gerrikaitz
Ich habe keinen Buchstaben vergessen oder Zuviel dazu geschrieben . Das Dorf heißt so 😊
Ich habe eine super Herberge … Alles neu und totschick
Heute ist ein Tag der Entspannung.

Tag 59, 08.Oktober 2016

Gerrikaitz nach Txaporta Auzoa, Gernika , 23,09 km, ⬆️ 751 m, ⬇️ 934 m
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Heute laufe ich, oder besser habe ich vor nach Bilbao zu laufen.
Ich habe mich selbst unter Druck gesetzt und schon ein Bett in einem Hostel für 2 Nächte gebucht. In Bilbao hoffe ich endlich einen Schuhmacher zu finden der meine Schuhe in Ordnung bringt. Wenn nicht muss ich nach nur 6 Wochen meine Schuhe entsorgen und neue kaufen. Ohne Profil hab ich echt Probleme.

Kleiner Zwischenbericht : Ich bin jetzt 20 km gelaufen und mache eine Pause . Ich habe mich in Gernila-Lumo gründlich verlaufen und habe dadurch 1,5 Stunden verloren. Ich habe noch ein paar Kilometer  vor mir … Und wenn ich das auf der Karte sehe wird mir ganz anders. Na die paar Kilometer bekomme ich auch noch hin. Jetzt geht’s ja auch steil nach oben . Da wird mir nicht langweilig. Bis nach Bilbao werde ich es wohl nicht schaffen. Dann eben morgen.

Tag 60, 09.Oktober 2016

Txaporta Auzoa, Gernika nach Bilbao, 17,25 km, ⬆️ 696 m, ⬇️ 646 m
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Heute bin ich bis in einen Vorort von Bilbao gelaufen. Und dann, wie es mein Pilgerführer vorschlägt mit dem Bus in die Stadt. Industriegebiete und Schnellstraßen muss ich nicht haben. Ausserdem möchte ich etwas von der Stadt haben. Da ich hier nur 2 Nächte bleibe muss ich die Zeit nutzen um mir diese Schöne Stadt anzusehen. Das Hostel ist auch OK, 8 Bett Zimmer, sauber und Laut 😊. Und alles was man braucht. Nach dem Duschen erst mal in die Stadt, oder besser vor die Tür, denn das Hostel liegt ja in der Altstadt. Vielleicht treffe ich ja mal ein paar Pilger zum reden, immer allein ist auch nicht schön. Auf gehts.

Tag 61, 10.Oktober 2016

Bilbao, Ruhetag

8 Grad und klarer Himmel, heute wird ein schöner Tag mit 20 Grad und Sonne.
Ich mache heute einen Tag Pause. Habe gestern schon mal die Altstadt von Bilbao erkundet, wunderschön.
Auch einen Schuhmacher habe ich entdeckt … Der muss dann nur noch aufhaben.
Ich werde den ganzen Tag … Nichts machen … Nur relaxen und die Stadt anschauen, Kaffee trinken, Leute gucken, zum Meer fahren, Guggenheim Museum besuchen … usw.
Es war bisher ein schöner Tag in Bilbao. Meine Schuhe sind erst morgen Mittag fertig. Also habe ich morgen Zeit. Und was macht der Pilger mit müden Füßen ? Er geht auch noch zur Fußpflege, und lässt sich die Füße machen ! Eigentlich bräuchte ich nach über 1000 km einen Hufschmied.
Trotzdem geht es morgen weiter .
Guggenheim hat montags zu.

Tag 62, 11.Oktober 2016

Bilbao nach La Arena, 14,13 km, ⬆️ 395 m, ⬇️ 461 m
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5 Grad ! Winter !
Um 12 Uhr laufe ich heute von Portugalete nach La Arena irgendetwas zwischen 18 und 23 km. Den Weg aus Bilbao heraus fahre ich wahrscheinlich mit dem . Ich habe keine Lust durch Vorstädte und Industriegebiete immer an der Nationalstraße entlang zulaufen.
Ich hatte in Portugalete alles richtig gemacht… Richtig verlaufen
Angekommen in Pobena. Waren zwar nur 14 km dafür nur Asphalt . Denke das reicht dann für heute. Ich teile mir mit Maresa ein schönes Hotelzimmer. Das was ich spare wird in der Bar ausgegeben

Tag 63, 12.Oktober 2016

La Arena nach Oriñón , 32,41 km, ⬆️ 947 m, ⬇️ 965 m
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Heute früh sind es 16 Grad und wolkig. Es soll am Tage regnen.
Ich laufe heute von Pobena nach Castro Udiales immer am Atlantik entlang Ca 23 km. Wird hoffentlich schön. Nach 16 km Küste die erste Pause . Es war bisher richtig schön.
Ich bin mal wieder der einzige Gast . Eine ganze Herberge für mich allein
😊 … Oder besser gesagt: die anderen Pilger waren nicht so bekloppt den Weg auf sich zu nehmen und haben lieber auf der anderen Seite des Flusses aufgehört
Es war zum Schluss die absolute Härte . Auf der anderen Flussseite war die ersehnte Herberge , der Haken dabei … Ich kam nicht rüber! Schwimmen mit Rucksack geht nicht. Also bis zur nächsten Brücke landeinwärts laufen und wieder zurück . Macht 7 km extra auf der Nationalstraße OHNE Seitenstreifen … Köstlich !
Naja ich bin angekommen und wohne in der Pension “ Lia “

Tag 64, 13.Oktober 2016

Oriñón nach Laredo  , 15,17 km, ⬆️ 494 m, ⬇️ 508 m
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Heute früh ohne Frühstück ( es gab hier nichts ) losgelaufen. Es ist stark bewölkt und kalt. Ich werde heute an der Steilküste Langlaufen. Die Chefin vom Campingplatz hat mir die Strecke empfohlen. IMG_3796

6,5 km in knapp 4 Stunden . Es war so gefährlich, ich habe richtig Angst. Und Angst ist ein schlechter Begleiter.

Auf halber Höhe hatte es auch noch angefangen zu regnen. Es war dadurch rutschig, eine Schlitterpartie sozusagen.                                                                                                      Am Seil entlang hangeln auf losem Geröll mit schweren Rucksack ist nicht mein Ding.

Ich bin ja höhentauglich, aber wenn  auf der einen Seite eine Felswand 100 Meter senkrecht hoch, und auf der anderen 100 m senkrecht runter ins Meer geht und der Pfad gefühlte 30 cm Breite hat, dann hört der Spaß auf. Ich versuche sowas nicht nochmal.

Ich habe immer noch Schiss … ich muss aber wieder zurück.

Ich bin wieder unten… ich bin für Alpine Klettertouren oder Climbing nicht geschaffen.                     8 km bin ich gerutscht, gekrabbelt und gelaufen… und noch immer am Ausgangspunkt! Heute mache ich Plan B, Bus oder Taxi, … falls es hier sowas gibt. Zumindest bis in den nächsten Ort würde ich gerne fahren. Ich möchte nicht schon wieder an der Nationalstraße entlanglaufen.

Feierabend … Angekommen in Laredo und ein schönes Hotel gefunden.

 

Tag 65, 14. Oktober 2016

Laredo nach Barrio Helguera, 22,03 km, ⬆️ 321 m, ⬇️ 342 m
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Heute ging es von Laredo nach Barrio Helguera . Eigentlich wollte ich mit der Fähre nach Santona fahren… Die hatte ich verpasst und die nächste wäre erst um 12:15 gefahren. Also laufen um das Ganze Flussdelta insgesamt 22 km Straße -NUR Straße Ausschließlich!


Die Herberge ist so lala . Trotzdem gab es auch schöne Abschnitte mit schönen Aussichten

 

Zu essen gab es… Äh IMG_3917??? Was auch immer

Tag 66, 15. Oktober 2016

Barrio Helguera nach Santander, 38,91 km, ⬆️ 880 m, ⬇️ 894 m
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Gestern ging es von Barrio Helguera nach Santander. Der Weg war mit 39 km extrem lang, wobei die letzten 5 km mit der Fähre waren. Trotzdem die absolute Härte . Von den 34 gelaufenen Kilometern waren bis auf 2 km die über Schotter gingen nur Asphalt . Ich hatte mich von den offiziellen Wegweisern leiten lassen und hatte kaum Kontakt mit der Küste … Schade.


Nun sind meine Wanderschuhe schon wieder defekt. So das ich Montag wieder zum Schuhmacher muss.
Santander finde ich nicht so schön, Großstadt eben ohne viel Flair. Trotzdem werde ich hier ein paar Tage pausieren. Schuhe und Knie in Ordnung bringen.


Zumindest konnte ich Santander schon von  oben sehen. 15 km Luftlinie

 

Tag 67, 16. Oktober 2016

 Santander, Ruhetag

Ich habe mir jetzt mal ein Hotel gegönnt. Ziemlich einfach aber Zentral und preiswert. Neuen Tagesrucksack und Strümpfe bekommen und Schuhe beim Schuster abgegeben, und nun mal die Seele baumeln lassen.

Tag 68, 17. Oktober 2016

 Santander, Ruhetag

68, 18.10.2016
Heute ging es von den 27 km ( abzüglich 1,7 km Bahn über einen Fluss ) gefühlte 30 km nur über Asphalt!
😊 Das heißt ich kann übermorgen meine Schuhe wieder zum Schuhmacher bringen
😊. Es ging von Santander aus nach Miengo am Arsch der Welt an einer herrlichen Pipeline entlang ( unter anderem ) durch industriegebiete durch hässliche Wohngebiete ( Hochhaussiedlungen ) und Last but not least eine wunderbare Schöne Ansammlung chemischer Industrie. Es war nicht alles schlecht es gab auch schöne Ausblicke . 
Hier ein paar Fotos … Macht euch selbst ein Bild
Der Tag war mal wieder die Härte
😊 später mehr wenn ich Internet habe

Tag 69, 19.10.2016
Gestern ging es von Polanco nach Comillas 25 km auf und ab mit sehr schönen Ausblicken

Heute, Tag 70, 20.10.2016
Ich bin immernoch in Comillas und komme nicht in die Spur
😊. Ich habe heute irgendwie keine Lust zum laufen.
Trotzdem werde ich heute noch 4 Stunden pilgern … Immer schön an der Küste lang. Mal sehen wo ich heute ankomme.
Bohnen mit scampi… Hatte ich auch noch nicht. Extrem lecker
Heute war die Tour mit 13 ! Km nicht sehr lang. Ich habe an den Stränden getrödelt, und das war es wert. Es war bisher der schönste Teil meines Camino dem Norte. Gelandet bin ich in
San Vincente de la Barquera . Die Herberge ist einfach aber sauber, die hospitaleros sehr nett. Nun muss ich nur noch für abends etwas zu essen bekommen
😊mein Bier hab ich schon 🍺

Tag 70, 21.10.2016
Heute ging es von San Vincente de la Barquera nach Buelna an der Atlantikküste, 27 Km und das bei strahlendem Sonnenschein… Wenn auch etwas kühl mit 16-18 Grad. Es war heute nur schön.

Tag 71, 22.10.2016
Buelna Richtung Llanes immer an der Küste entlang durch den Naturpark… Herrlich diese Ruhe. Pause nach 11 km in Andrin .
Ich bin in Llianes angekommen und werde in diesen schönen Städtchen für heute bleiben. Habe ein nettes Hotel incl. Wäscheservice und ein sagenhaft großes Zimmer 😊. Ganz für mich allein
Ich bin heute den Küstenweg und den Höhenweg gelaufen … Ein absoluter Traum.
Soll ich bis 20 Uhr warten bis es was zu essen gibt
da will ich schon schlafen
Die Restaurants machen erst um 20:00 auf
Plan B
“ Quellen der Gesundheit “
… Und sowas steht auf Zuckertüten
Heute war mal wieder alles aufregend. Zuerst musste ich durch ein Gebiet wo gerade eine Jagd stattfand. Und die “ Jäger “ ballern auf alles was sich bewegt, rechts und links vom jakobsweg. Es interessiert nicht das du gerade da lang pilgerst. Die schießen auf alles , quasi mit Kanonen auf Spatzen. 😡
Und dann noch am Golfplatz und Flugplatz für Modellflugzeuge vorbei
Pulpo galizisch, soooo lecker

Tag 72, 23.10.2016
Von Llanes Richtung Ribadesella.
Die ersten 20 km waren nicht so schön wie gestern aber okay. Bis Kilometer 20. da habe ich mich so richtig schön verlaufen. Schuld daran hatte diesmal ein Gastwirt der der Meinung war, das er gelbe Pfeile zu seinem Lokal in Garana malen musste 😡. Und ich falle voll darauf herein. Nicht nur das ich 4 km umsonst laufe , ich verliere dadurch eine ganze Stunde . Ärgerlich aber nicht zu ändern. Es ist jetzt 16:00 Uhr und ich habe noch 8-10 km vor mir…. Wenn ich nicht vorher schon etwas schönes finde.
Bin angekommen in Ribadesella 😊 erst essen dann duschen

Tag 73, 24.10.2016
Ich muss mich langsam beeilen 😊 ( passt) . In 2 Monaten ist Heiligabend und ich Trödel hier herum.
Heute bin ich von Ribadesella nach Colunga gelaufen, immer an der Küste ( meistens ). Es war heute durch hohe Wellen sehr spektakulär… Und sehr laut Alles in allem ein schöner Tag
Und für die Strand Fans unter euch
Wenn man das Video als Schleife laufen lässt, hat man den ganzen Abend strandfeeling

Tag 74, 25.10.2016
Colunga nach Villaviciosa
Heute kam ich nicht so richtig in die Spur. Erst um 10:00 Uhr los geschlendert
😊. Dann nicht aufgepasst und Prompt in die falsche Richtung gelaufen. Keine 3 km weiter das gleiche, diesmal waren die eindeutigen Zeichen zweideutig
😊 insgesamt bin ich 3 km falsch gelaufen.
Ich habe eine nette Herberge und 2 nette Fahrradpilger einer aus Frankreich und die Pilgerin aus Deutschland mit im Zimmer.
Heute ist “ Welt Nudeltag „! 
Also ist selber kochen angesagt. 
Pasta, Pesto, Tomaten und Parmesan.
Mal so richtig lecker gegessen

Tag 75, 26.10.2016
Von Villaviciosa nach Deva
Heute waren diese besagten zwei Berge dran. Und erstaunlicher Weise habe ich beide ohne anhalten erklommen😊. Bei bergab sah es allerdings etwas anders aus …
Heute schlafe ich auf einem Campingplatz mit der gleichen Truppe wie gestern obwohl wir uns nicht abgesprochen haben sind wir alle in der gleichen Holzhütte. Wird noch ein lustiger Abend
alle zusammen eine Waschmaschine mit schlüppa, Socken und alles andere

Tag 76, 27.10.2016
Deva nach Gijon
Heute geht es nach Gijon Ca 9 km entfernt. Mehr nicht. Wenn es schön ist bleibe ich vielleicht einen Tag länger und gönne mir eine Erholung
Mein Domizil heute…. Mit den gleichen Pilgern wie gestern
Und diesmal wieder mit Janne ein Zimmer teilen.

Tag 77, 28.10.2016
Heute ging es von Gijon nach Aviles.
Diese Etappe war mit Abstand die schlimmste die ich bisher auf meinem Weg hatte. Aus Gijon heraus 6 km Industriegebiete dann ein paar Kilometer bergauf durch Dörfer meistens Asphalt und Beton. Aber die Härte waren die letzten 8 km. An Stahlindustrie vorbei überwiegend Nationalstraße mit unendlich vielen LKW.
Naja kann nur noch besser werden

Tag 78, 29.10.2016
Aviles nach San Estaban de Pravia.
Mein heutiger Weg war bis zum frühen Nachmittag teilweise in dichtem Seenebel eingehüllt. Habe sogut wie nichts gesehen. Trotzdem war es irgendwie entspannt im Nebel zu laufen. Ich habe eine Herberge abseits des Jakobsweges direkt am Hafen kurz vor dem Meer. Und im Augenblick bin ich mal wieder der einzige Pilger. Hat ja auch mal wieder was
Noch ein Bier und vor dem Essen etwas zu essen… Quasi Frühstück. Kroketten gefüllt mit Chipirones ( Tintenfisch) in eigener Tinte. Super lecker
Bin nun doch nicht allein in der Herberge … 2 Damen aus Aachen sind noch gekommen… Deutscher Abend sozusagen
Sooo viele essen heute hier

Es war sehr lecker und die Köchin überaus reizend.
Aber alleine essen an einem Tisch für 16 Personen ist doch irgendwie frustrierend

Tag 78, 30.10.2016
San Estaban de Pravia nach El Pito
Heute war wieder nur Seenebel, trotzdem bin ich abseits des Jakobsweg den Küstenweg entlang gelaufen. Los ging es 1 km entlang des Hafen bis zum Atlantik. Dann aber erst mal aufwärts …
423 Stufen zum warm werden. Die ersten 50 Höhenmeter war die Sicht noch einigermaßen . Dann nur noch laufen in den Wolken . Bei klarer Sicht ist dieser Abschnitt sicherlich spektakulär . Aber auch bei Nebel hatte er seinen Reiz .
Ich habe nun keine Lust mehr im Nebel zu laufen und werde mein Jakobsweg für 2 Tage unterbrechen bis sich die Wetterlage ändert. Ich mache einen Ausflug nach Oviedo auf den Camino Primitivo , den besonders harten aber wohl schönsten Weg. Dort werde ich 1-2 Etappen laufen

Nun gab es weder Bahn ( die Bahn die kam, fuhr mit einem freundlich winkenden Zugführer vorbei … Der Zug hielt nicht an dieser Station ) noch bis noch Taxi . Also bin ich weiter geschlendert nach Soto de Luina. Insgesamt 22 km heute … Mit extrem schlechter Laune . Sitze jetzt in einer Bar und überlege ob ich es wagen soll in einer bettwanzen verseuchten Herberge zu schlafen oder lieber ein teueres Hotel … Ich denke nach 3 große Bier ist mir das egal
Waren nun keine 3 Bier sondern nur 2. dazu ein halber Liter Roséwein und zum Abschluss ein Brandy …. Sollte reichen. Die Herberge ist nicht so schlimm wie die Leute sagen. Mit Ca 13 Grad etwas kühl . Da gehen die Bettwanzen lieber woanders hin

Tag 79 und 80, 31.10.2016 und 01.11.2016
Gestern bin ich von Soto de Lunia mit dem Bus nach Oviedo ( den Beginn des Camino Primitivo ) gefahren. Oviedo ist so ganz nett, aber eben eine Großstadt . Da ich aber im Pilgermodus bin, bin ich für solche Menschenmassen, die Lautstärke und Hektik völlig fehl am Platze . Ich hatte mir ein Hotel gesucht und dann einen Roundtrip durch die Stadt gemacht. Nach den vielen Nebel der letzten Tage tat dann die Sonne und Wärme mal wieder richtig gut. 
Heute bin ich wieder nach Avieles gefahren. Habe mir ein gutes Hotel gegönnt und bin zur Abwechslung mal an der Steilküste und an den Stränden langgegangen . Es waren dann doch noch 22 km. Aber eben ohne Rucksack … Ein ganz neues Laufgefühl. 
Morgen früh geht es wieder zurück auf den Camino. Richtung Canero

Tag 81, 02.11.2016
Bus verpasst !
Der nächste fährt erst um 12:30 Uhr. Das heißt heute wird die Tour etwas kürzer und endet in Ballota.
Ab morgen bin ich dann wieder voll da.
Von Soto de Lunia nach Ballota.
Ist mir etwas schwergefallen das laufen. Es war ein sehr schwieriges Gelände mit teilweise dicken Schlamm und sehr vielen Blättern es war dadurch sehr rutschig. Von Küste habe ich nicht soviel gesehen. Ich kam mir vor wie im Gebirge

Tag 82, 03.11.2016
Ballota nach Luarca
Dafür das ich heute erst um 9:30 losgelaufen bin, habe ich dann doch viel geschafft. Heute war zur Abwechslung mal Straße ( überwiegend ) . Ansonsten von der Landschaft her wieder schön. Die Herberge ist gut und der Ort schön… Was will man mehr

Tag 83, 04.11.2016
Luarca Nach El Franco / A Carida
Der heutige Tag war anstrengend. Los ging es erstmal mit einer schönen Steigung von 0 auf 172 Meter . Dann … Was sonst … Asphalt. Von den 31 Kilometern waren gefühlt ca 27 kilometer Straße . Die Krönung kam zum Schluss

10 Minuten bevor ich die Herberge erreichte fing es an zu schütten wie aus Kübeln . Dafür war die Herberge dreckig, stank und war kalt. Also habe ich mir noch eine Pension gesucht. Da ist alles gut. Nun sitze ich in einer Bar und warte darauf, das ich etwas zu essen bekomme. Hier in Asturien gibt es leider erst ab 20:30 etwas zu essen . Dabei haben die hier nur Hamburger und pommes . Tun aber so als wären sie das Ritz-Charlton . Man kann eben nicht alles haben

Tag 84, 05.11.2016
El Franco / A Carida nach Ribadeo
Heute früh ging ich in strömenden ( warmen
) Regen los. Nun um 13:00 Uhr bin ich in Tapia de Casariego im schönsten Sonnenschein . Mal sehen wie lange… Es sollte eigentlich regnen
Ich habe noch 11 Kilometer vor mir.
Feierabend! Angekommen in Ribadeo
Fehlt nur noch was zum schlafen
Tschüss Asturien
! Hola ! Galizia
Finde den Fehler
😊 2 Sterne Restaurant

😳 dieser Wein ist …. Sagen wir mal, zum raufträufeln auf den Salat falls der Essig alle ist

Vor den Hauptgang ( es gab … Etwas aus der Fritteuse 😳)
Und was nach dem Essen was übrig blieb
Ich kaufe mir jetzt Kekse

Tag 85, 06.11.2016
Ribadeo nach Lourenza
Eigentlich war es heute ein schöner Tag , trotz Dauerregen , Wind und Kälte . Hatte heute fast alles an was ich im Rucksack hatte. Irgendwie bin ich Kleidungsmässig auf Sommer eingestellt
. Es war so nass, das ich hätte mit Badehose und Sandalen rumlaufen können. Hatte aber keine Taucherbrille und keinen Schnorchel dabei
Wohne heute mal zur Abwechslung in einer öffentlichen Herberge . Ist ganz schön, sauber, und nun komplett mit Pilger ausgebucht, jetzt suche ich mir ein Café und werde dann Bilder
Nun habe ich doch Fuß Probleme. Mit nassen Schuhen und Strümpfen gelaufen und nun eine schöne Blase am Hacken und noch was an der Achilles Ferse
ich bekomme meine Sachen nicht trocken, es gießt in Strömen alles ist feucht . Brauche einen Plan für morgen, auf jedenfall ein Hotel mit Heizung
Noch 163 km bis Santiago de Compostela
Werde ich ja wohl hinbekommen

Tag 86, 07.11.2016
Lourenza nach Gontan
Heute war wieder Regentag. Meine Ferse plagte mich und in San Vincente ist es dann Passiert… Gewitter, Starkregen und…. ein Taxi . Ich bin die letzten 8 Kilometer mit dem Taxi gefahren. Ich ruiniere nicht mein bisschen Gesundheit was ich noch habe. In der sehr schönen Herberge war erst mal Wäsche waschen und trocknen angesagt. Ich lief hier 1,5 Stunden in Badehose, Softshell Jacke und Sandalen herum. Weil ich wirklich nichts sauberes oder trockenes mehr zum anziehen hatte 
Bis morgen früh ist der Rucksack
🎒 vielleicht wieder trocken, bei meinen “ wasserdichten “ Schuhen
weiß ich das nicht. Ich hoffe es. 
Ansonsten war der Weg trotz des Wetters sehr schön. Nur mit Fotos hat es gehapert. Mein iPhone SE ist auch nicht wasserdicht, deshalb blieb es dann in den 10 Tüten die ich hatte
So viele Menschen haben mit mir zusammen gegessen

Tag 87, 08.11.2016
Gontan nach Vilalba
Heute früh ist es 1 ! Grad und Nebel . In 700 Meter Höhe soll Schnee liegen. Bin gespannt wie ich das hinbekomme mit Sommersachen und Schuhe ohne Profil
Angekommen in Vilalba. Heute mal etwas früher als gewöhnlich. Die Tour war auch mit 20 km recht kurz. Von Schnee und Regen wurde ich verschont, und auch die Kleidung ist ausreichend… sofern man sich bewegt. Jetzt erst mal mein Morgenkaffee und was zum Frühstück suchen.
Eigentlich wollte ich heute keinen Alkohol trinken.
Nun will ich morgen keinen Alkohol trinken
Ab morgen muss ich 1,6 kg weniger tragen
habe gerade meine selbst aufblasbare Isomatte verschenkt. An eine Pilgerin deren Matte defekt war. So ist sie nun in guten Händen
Was hat mir der Jakobsweg gebracht?
Losgelaufen oder gepilgert bin ich eigentlich um den Tod meines Sohnes Niels zu verarbeiten. Sein Tod hat mir die Beine weg gehauen, mich aus der Bahn geworfen und mein Leben völlig verändert.
In der Nacht wo Niels starb wurde ich gegen 2:30 Uhr wach, völlig durchgeschwitzt, Unwohlsein, Angstzustände… ohne zu wissen was los ist. Ich dachte erst ich werde krank. Um 18:00 rief mich meine Tochter an…. Niels ist tot … ich wurde also in seiner Todesstunde wach, ich hatte es gespürt ohne zu wissen das Niels gerade starb. Auch das hat mein Weltbild komplett verändert. Das man das spüren kann… ich hatte bis dahin so etwas für Blödsinn gehalten… bis dahin! Tja, was soll ich davon halten?
Aber , er ist nun nicht mehr hier, und ich muss damit klarkommen. Egal wie. Ich wurde ( und werde ) von Schuldgefühlen geplagt, hätte ich es verhindern können? Hätte ich seine Suizid Gedanken nicht merken müssen? Usw.
Nun bin ich ja schon eine Weile auf den Camino, und inzwischen haben sich meine Gedanken gewandelt ( nicht immer aber immer öfter ) ich denke mehr und mehr an die schönen Momente die ich mit ihm verbringen durfte, die schönen Erlebnisse, Momente und Augenblicke die ich mit ihm erlebt hatte
Dann noch die Schuldgefühle meiner Tochter gegenüber. Sie leidet von uns dreien ( Svenja, Martina und ich ) am meisten.
Ich habe da noch keine Antwort.
Fazit:
Der Jakobsweg ist eine ganz persönliche Angelegenheit zwischen mir, Niels, Gott ( oder wem auch immer ) und meiner Seele. Ich hatte viel Zeit um alles zu überdenken. Loslassen. Einzugestehen. Mein Leben zu überdenken.
Der Weg hat mir gezeigt das das Leben auch ohne Niels weitergeht, das die Erde sich trotzdem weiterdreht. Und das wir klarkommen müssen mit dem schrecklichen Ereignis. Damit habe ich zwar noch ein Problem, aber der Anfang ist gemacht.

Tag 88, 09.11.2016
Vilalba nach Baamonde
Irgendwie hatte ich mir meinen Rucksack leichter vorgestellt
Muss mal nachsehen ob da Steine drin sind.
Im Moment scheint sogar die Sonne. Ich bin heute mal im dunkeln losgelaufen. Ein Pilger war der Meinung um 5:30 Uhr das Licht anzumachen um seine Sachen zu packen und loszulaufen. Natürlich ließ er es brennen. Damit war dann meine Nacht zu Ende. So ein Drops

Angekommen in Baamonde. Kleines Kaff, tolle Herberge

Tag 89, 10.11.2016
Baamonde nach Roxica
Heute war es ein sehr angenehmes laufen. Gute Wandertemeratur bedeckter Himmel ( fast) kein Regen und wirklich schöne Landschaft… und noch 78 km bis Santiago
Den Rest schaffe ich auch noch
3.869.930
Soviele Schritte bin ich bisher auf den Camino gelaufen . Das macht bei 75 Lauftagen= ca. 51.600 Schritte am Tag . Wenn ich zuhause bin muss man bei meinem täglichen Laufpensum die letzten zwei Nullen wegstreichen
Alleine in einer Herberge… sowas von langweilig…
Gute Nacht ihr lieben

Tag 90, 11.11.2016
Roxica Richtung Santiago de Compostela
Bisher war das pilgern doch ziemlich anstrengend. Meistens Asphalt oder wenn nicht dann Hohlwege voll mit frischer Kuhkacke

💩oder Knöcheltiefen Schlamm .
Habe jetzt nach knapp 17 km die erste Bar mit Kaffee und was zu essen gefunden und ich bekomme den ersten von zwei Stempel die ich ja jetzt täglich brauche.
Angekommen in Boimorto
Und wie das Leben so spielt, 7 min vor der Herberge fängt es an zu schütten. Ich natürlich wieder komplett nass

😊.
Als einziger Pilger in der Herberge, deshalb bleibt die Heizung aus. Dafür ist wifi kaputt und telefonieren geht Mangels Netz auch nicht. Passt ja wieder alles zusammen

😊… Pilgerleben… eben.
Ich habe noch 50 km vor mir. Ab morgen bei Kilometer 40 kommen alle Pilgerwege zusammen. Ich denke mal das ich dann nicht mehr alleine in Herbergen übernachten muss

Temperatur in der Herberge UND dem Duschraum……… : 13 Grad !!! was für eine scheisse
Heute mal ohne Dusche ins Bett … ist mir einfach zu kalt . Nachtii

Toll ! Habe mich erkältet mit allem Drum und Dran

😡 husten Schnupfen heiser und sowas wie Fieber
Trotzdem muss ich weiter .
Tag 91, 12.11.2016
Biomorto Richtung Santiago
Heute früh ist es bei 11 Grad , dichtem Regen und Nebel nicht einfach die Muscheln oder Pfeile zu finden. Also stop in einer geheizten Bar und erst mal aufwärmen.

Könnte ja schlimmer sein

Dafür gibt es heute noch Gewitter
Mein Camino del Norte ist ja ziemlich unspektakulär zu Ende gegangen. Jetzt kommt der Camino Santiago

Noch 7 km, dann reicht es für heute. Bisher war nur teils heftiger Regen …. ohne Unterbrechung
Angekommen in Pedrouzo, 20 km vor Santiago
War etwas Zuviel des guten und ohne Unterbrechung

☔️ Regen.
Aber egal , ich teile mir gerade mit einer netten kanadischen Pilgerin eine Waschmaschine alles andere wird auch trocken. In dieser Herberge war ich schon letztes Jahr .. und sie ist immer noch so angenehm. Gleich geht’s in ein Restaurant und die letzte Nacht als Pilger beginnt
das gleiche Restaurant wie letztes Jahr … es fehlen nur meine liebenswerten Pilger

Tag 92, 13.11.2016
Letzter Tag als Pilger.
O Pedrouzo nach Santiago de Compostela
Heute früh nieselt es nur noch ein bisschen bei 12 Grad, es soll sonnig werden und die nächsten Tage auch bleiben bis 19 !! Grad
😊
Heute laufe ich die letzten 20 km nach Santiago. Ich hoffe nachmittags da zu sein. Und durch die Pforte am Platz der Kathedrale zu gehen. In den Augenblick wo ich dann durch die Pforte gehe bin ich dann kein Pilger mehr. Einerseits bin ich froh es geschafft zu haben, andrerseits traurig das dann das pilgern vorbei ist. Gemischte Gefühle. Ab Montag werde ich dann noch eine Woche das Leben genießen, bevor ich dann am 22.11. nach knapp 3 Monaten wieder in Berlin bin. Also bis nachmittags, ich werde euch berichten.
Bin nun gleich da, oder wäre. Zuerst Frühstück
In Santiago bin schon mal, nur noch durch die Vorstadt
Nun bin ich am Ziel .
Ich danke euch fürs virtuelle mitlaufen, euren Zuspruch und eure Anteilnahme
Danke
Meine vielen Stempel

Tag 93, 14.11.2016
Waschtag
😊 german style
Habe nix mehr zum anziehen

Nach dem Camino ist vor dem Camino
Mein nächstes Projekt den -Via Imperii- zu Ende gehen, vielleicht noch dieses Jahr ( quasi auslaufen )

Meine gesamte Schrittzahl

1 Kommentar

  1. Hallo Michael, heute, am 4. September 2018, bin ich fast den ganzen Tag durch Deinen blog-Text 2016 „gelaufen“. Fast jeden Ort habe ich in google-Earth gefunden und in meiner Phantasie belebt. Die Blasen in nasser Socke, die Gespräche und Erlebnise auf den Etappen und schließlich wieder das Gedenken an den Grund Deines Weges zu Dir selbst am 87, Pilgertag am 08.11.2016 in Vilalba. Mit Respekt grüße ich Dich aus Berlin. Karl

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